Komorn

Komarom (ungarisch) und Komárno (slowakisch) (deutsch Komorn) sind zwei (früher eine) Städte an beiden Ufern der Donau; die eine liegt am linken Ufer in der Slowakei, die andere am anderen Ufer in Ungarn. Sie sind durch eine Eisenbahn- und eine Straßenbrücke miteinander verbunden.

Komárno in der Slowakei, die größere der beiden Schwesterstädte, liegt an der Mündung der Waag und hat 37.000 Einwohner (1991). Sie ist Sitz eines Bezirks (okres) und ein Zentrum der ungarischen Minderheit in der Slowakei.

In der Stadt befindet sich ein historisches Zentrum sowie eine "Festung" an der Stelle, wo die Waag in die Donau mündet. Die Festung war die wichtigste Festung im historischen Ungarn (Österreich-Ungarn), da sie nie erorbert wurde ("nec arte nec marte"). Sie entstand im 16. Jahrhundert durch den Umbau einer mittelalterlichen Burg . Eine "Neue Festung" wurde im 17. Jahrhundert neben der alten errichtet. Beide Festungen sind bis heute erhalten geblieben.

Komarom in Ungarn hat 19.500 Einwohner (1988) und ist die ungarische Grenzrevisionsstelle für ein- und austretende Schiffe. Die Stadt hat für die Binnenschifffahrt eine große Bedeutung. Es ist sozusagen der "Verschiebebahnhof" der Schiffe. Infolge des Gefällebruches der Donau werden bergwärts ankommende große Schiffsverbände in Komarom geteilt und von hier an weiter stromauf maximal der Viererschubverband weitergeführt. Umgekehrt können die talfahrend ankommenden Schiffe von hier große Schiffsverbände weiter zu Tal führen.





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