Komposition (Grammatik)

Die Komposition ist ein Mittel der Wortbildung. Im Gegensatz zur Derivation werden dabei lexikalische Morpheme (oder Morphemfolgen mit einem lexikalischen Morphem als Kern), die auch frei vorkommen können, zu einem neuen Wort kombiniert. Ein solches Wort nennt man Kompositum oder zusammengesetztes Wort. Seinen ersten Teil nennt man Bestimmungswort (Determinans), den zweiten Grundwort (Determinatum).

Beispiele:

Es können alle Wortarten kombiniert werden. Das Grundwort bestimmt die Wortart und bei Nomen das Genus.

Zwischen den beiden Teilen können Fugenelemente auftreten. Für Deutsch sind das hauptsächlich -(e)s-, -e-, -(e)n- und -er- wie in Liebe-s-lied, nötig-en-falls, Wart-e-zimmer und gewiss-er-massen. Die Fugenelemente entstanden ursprünglich aus Flexionsendungen und wurden aber später in Analogie dazu gebildet. Vollständige Regeln für ihr Auftreten gibt es nicht. Einige Suffixe verlangen jedoch immer ein Fugen-s, so zum Beispiel -keit, -heit, -schaft, -ung, -ut, -ion, -tät, -tum etc.



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