Kondensator (Dampfmaschine)

Der Kondensator ist ein überaus wichtiges Element für den Betrieb von Dampfmaschinen und Dampfturbinen und dient zur Verflüssigung des Abdampfes dieser Wärmekraftmaschinen. Mit der Erfindung des Kondensators durch James Watt konnten erstmalig Dampfmaschinen gebaut werden, die einen vergleichsweise geringen Energiebedarf hatten. Daher gilt die Einführung des Kondensators als Meilenstein der Technikgeschichte.

James Watt nutzte für seine Maschinen die einfache Bauform des Einspritzkondensators. In den Abdampf der Maschine wird kaltes Wasser eingespritzt. Der Dampf verflüssigt sich und hinterlässt ein fast vollständiges Vakuum. Dieses Vakuum ermöglicht eine deutliche Verbesserung der im Dampf innewohnende Wärmeenergie zur Erzeugung von Bewegungsenergie. Einspritzkondensatoren werden auch heute noch angewendet; sie sind aber sehr selten geworden, da sie keinerlei Kondensat für die Speisung des Dampferzeugers liefern können.

Diesen Nachteil haben die heutigen Kondensatoren in der Form des Rohrbündelwärmetauschers nicht. Hier wird das kalte Wasser durch Rohre in den Abdampfraum geführt und der Abdampf kondensiert an den Kühlrohren. Die Anzahl der Rohrein einem Kondensator können sehr groß sein, so befinden sich in den Kondensatoren eines großen Atomkraftwerkes bis zu 20.000 Stück von je 10 m Länge. Für die Rohre ist eine lichte Weite von 15 mm bis 30 mm typisch.

In der Regel werden Kondensatoren mit Wasser gekühlt, das der Umgebung entnommen wird und mit seinen Verschmutzungen die Funktion des Kondensators gefährden kann. Deshalb wird das Wasser zuvor über Filteranlagen gereinigt, die Feinverschmutzungen in den Rohren beseitigen während des Betriebes spezielle Reinigungsanlagen.



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