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Königsbrunn ist eine der jüngsten Siedlungen Bayerns, sie wurde 1842 zur Gemeinde und 1967 zur Stadt erhoben. Allerdings weisen zahlreiche archäologische Ausgrabungen auf eine Besiedelung des Königsbrunner Bodens bereits in der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.), der Glockenbecherzeit (ca. 2300 v. Chr.) und der Hallstattzeit (500 - 400 v. Chr.) hin. Mit dem Jahr 15 v. Chr. endete die Herrschaft der Kelten in Rätien; ihr Gebiet ging an das Römische Reich. Besiedelungsbelege in Königsbrunn aus der Römerzeit sind ein Mithraeum sowie mehrere römische Gutshöfe (villae rusticae). Die Via Claudia Augusta, die bedeutendste Römerstraße nördlich der Alpen, führte direkt durch Königsbrunn nach Augsburg und ist auch heute noch an einzelnen Stellen gut zu erkennen.
Es wird auch angenommen, dass die Schlacht auf dem Lechfeld (955 n. Chr.), in der König Otto die Ungarn besiegte, zumindest teilweise auf Königsbrunner Gebiet stattfand (Hufeisenfunde).
Die heutige Stadt Königsbrunn hat folgenden Ursprung: Im Jahr 1833 ließ König Ludwig I. von Bayern zwischen Augsburg und Klosterlechfeld drei Brunnen zur Versorgung der Fuhrleute und Wallfahrer graben. Diese Brunnen erhielten von Reisenden und Bewohnern des Umlandes bald die Bezeichnung "Königsbrunnen". Sie waren Voraussetzung für die nachfolgende Besiedlung und begründen den Ursprung des Ortsnamens. Das Wappen der Stadt Königsbrunn zeigt auf rotem Grund eine goldene Königskrone, die über einem silbernen Ziehbrunnen schwebt.
Die Siedlung wuchs bald zum "längsten Straßendorf Bayerns". Die Bevölkerung Königsbrunns bestand damals fast ausschließlich aus Landwirten, die den kargen Boden bewirtschafteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl sprunghaft durch die Zuweisung von Vertriebenen. Bei der Stadterhebung 1967 war die Gemeinde bereits auf rund 11.000 Bürger angewachsen. Heute leben in Königsbrunn über 27.000 Einwohner.
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