Konrad Adenauer

Konrad Adenauer (* 5. Januar 1876 in Köln, † 19. April 1967 in Rhöndorf bei Bonn) war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Im Jahre 1906 tritt Adenauer der deutschen Zentrumspartei bei.

Von 1917 bis 1933 war er Oberbürgermeister der Stadt Köln und von 1920-1933 Präsident des Preußischen Staatsrats. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war er 1949 Vorsitzender des verfassungsgebenden Parlamentarischen Rates. Am 15. September 1949 wurde er mit einer Stimme Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der BRD gewählt, diese Amt hatte er bis zu seinem Rücktritt am 16. Oktober 1963 inne. Am 27. März 1952 explodiert im Keller des Polizeipräsidiums München ein Bombe, die an Bundeskanzler Adenauer adressiert war. Er war von 1950 bis 1966 Vorsitzender der CDU. Zeitweise, von 1951 bis 1955, bekleidete er zusätzlich das Amt des Außenministers.

Zu seinen größten politischen Leistungen gehört eine strikte Westorientierung der Bundesrepublik Deutschland, die allerdings durch einen Konfrontationskurs gegenüber der stalinistisch beherrschten DDR erkauft wurde. Eine Teilung Deutschlands war damit unvermeidlich.

Die in der Folge des 2. Weltkriegs zu Tage getretenen ideologischen Gegensätze führten darüberhinaus zur Teilung Europas, ja der ganzen Welt, in zwei Blöcke, dem Ostblock unter der damals noch unstrittigen Führung der Sowjetunion und dem westlichen Lager, unter der Führung der USA. Im Sog dieser Entwicklung betrieb Bundeskanzler Konrad Adenauer die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik, die Einrichtung der Bundeswehr sowie die Mitgliedschaft in der NATO. Im Gegenzug erreichte er dafür im sog. Deutschlandvertrag eine weitgehende Beendigung des Besatzungsstatus seitens der Westmächte. 1955 erreichte er bei einem Staatsbesuch in Moskau die Freilassung der letzten in sowjetischer Gefangeschaft lebenden Soldaten aus dem 2. Weltkrieg.

Eine weitere historische Leistung Konrad Adenauers war die Aussöhnung mit Frankreich, die schließlich im Deutsch-Französischen-Freundschaftsvertrag mündete. Bei dem tiefen Misstrauen, mit dem sich Deutsche und Franzosen seinerzeit begegneten, war hierbei sein gutes persönliches Verhältnis zum Präsidenten der Französischen Republik, Charles de Gaulle von großer Bedeutung. Die mit der deutsch-französischen Annäherung einher gehende europäische Integration (Montanunion, Euratom, EWG, später EU wäre ohne sie gar nicht denkbar gewesen.

1954 wurde er mit dem Karlspreis ausgezeichnet.

Wenig bekannt ist, dass Adenauer nicht nur Politiker, sondern auch Erfinder war. So erhielt er das Patent für ein "Verfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes" (Kölner Brot).

Literatur

Weblinks

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-

| width="50%" align="center" | Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

| width="25%" align="center" | Nachfolger:
Heinrich von Brentano |}

Siehe auch: Liste der deutschen Bundesregierungen


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