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Ein Kopfbahnhof ist ein Bahnhof, durch welchen die Züge nicht durchfahren können. Statt dessen müssen die eingefahrenen Züge in derselben Richtung wieder aus dem Bahnhof hinaus fahren. Kopfbahnhöfe werden da gebaut, wo aufgrund der Platzverhältnisse ein durchgehender Bahnhof nicht möglich ist, weil z.B. eine Stadt durch die Gleise zerteilt würde. Der Vorteil liegt also in der Platzersparnis.
Die größten Kopfbahnhöfe Deutschlands befinden sich in Frankfurt am Main und Leipzig.
Früher wurden Kopfbahnhöfe an den Enden von Eisenbahnstrecken vor den Toren der Städte erbaut. Nach dem Überwuchern der Bahnhöfe durch die Innenstädte war es dann oft nicht mehr möglich, neue Linien durch Aufbrechen der Bahnhöfe zu Durchgangsbahnhöfen anzubinden. Extrembeispiel sind die zahlreichen, teilweise immer noch nicht verbundenen Kopfbahnhöfe in Paris.
Zu diesem Zweck muss "Kopf gemacht", d.h. der Zug gewendet werden. Bei Triebwagen oder Wendezügen muss der Triebfahrzeugführer hierzu nur ans andere Ende des Zuges und die entsprechenden Bedienungen vornehmen, was nur wenige Minuten dauert; ansonsten muss jedoch regelrecht "geköpft" werden.
Hierzu wird üblicherweise die Lokomotive abgekoppelt und der Zug von einer Rangierlokomotive ins Vorfeld gezogen, so dass die Lokomotive auf ein anderes Gleis wechseln kann. Die Rangierlok schiebt den Zug dann wieder an den Bahnsteig, koppelt ab und entfernt sich, so dass die Zuglok nach erneutem Gleiswechsel auf der anderen Seite des Zuges ankoppeln kann. Dieser Vorgang dauert nicht nur seine Zeit, sondern verbraucht kostbare Fahrplantrassen und nimmt eine zusätzliche Lok in Beschlag.
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