Kosovo

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Das Kosovo (Amselfeld) ist eine Provinz Serbiens, in der Albaner heute die Bevölkerungsmehrheit (90%) stellen. Hauptstadt ist Pristina. Kosovo weist zwei grosse Geländekammern auf, die zentrale Kosovo Polje mit der Hauptstadt, sowie die Metohia Polje im Westen mit Prizren als Zentrum.

Ab den 1980er Jahren galt das Kosovo als Unruheprovinz, weil die Albaner nach mehr Autonomie strebten, die ihnen von Slobodan Milosevic verweigert wurde. In den 1990er Jahren wurde ein apartheidsähnliches System zur Ausgrenzung der Albaner installiert, das in der Vertreibung der albanischen Bevölkerung gipfelte. Dagegen wehrte sich die Organisation UÇK, die aber auch nicht vor terroristischer Gewalt zurückschreckte und später im Kosovo-Krieg durch Luftangriffe der NATO erfolgreich unterstützt wurde.

Heute ist der Status der nach Unabhängigkeit strebenden Provinz ungeklärt. Es existiert eine Regierung unter Präsident Ibrahim Rugova. Nominell gehört das Kosovo noch zu Serbien, die serbische Regierung hat jedoch auf die nichtserbischen Teile des Kosovo keinen Einfluss mehr. Zur Überwachung des Friedens ist die unter der Leitung der NATO gebildete Kosovo Force KFOR auf unbestimmte Zeit in der Region stationiert. Beteiligt sind u.a. die deutsche Bundeswehr, das österreichische Bundesheer und die Schweizer Armee sowie mehrere Dutzend weiterer Nationen.

Die demographische Mehrheit der Albaner ist durch den Krieg verstärkt worden. Viele Serben sind ausgewandert oder wurden vertrieben. Die Minderheiten der Roma und Aschkali sind von 8 % auf insgesamt 2,5 % (Volkszählung 1991) geschrumpft. Insgesamt hat sich eine ethnische Trennung in rein serbische und rein albanische Gebiete ergeben. Die serbischen Enklaven südlich von Kosovska Mitrovica müssen von der KFOR bewacht werden.

Siehe auch: Hufeisenplan

Weblinks zum Kosovokrieg





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