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Unter Kreativität kann demnach die schöpferische Ideen entwickelnde Kraft des Menschen verstanden werden. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass dabei etwas völlig neues auf der Grundlage von bisher Unbekanntem geschaffen wird. Neues entsteht vielmehr dadurch, dass bei dem kreativen Prozess vorhandenes Wissen in "ungewöhnlicher" Weise kombiniert wird. Aus diesem Grund wird der Prozess oft als unlogisch empfunden, das Ergebnis jedoch als im höchsten Maße logisch wahrgenommen. Dieser Eindruck wird ausserdem verstärkt, da beim kreativen Prozess, durch das Denken mit der rechte Gehirnhälfte ein chaotisches Element zugelassen wird. Weil sich das Ergebnis wieder in einem geordneten und logisch (linke Gerhirnhälfte) erfassbaren Raum befinden muss, ist es naheliegend, die Kreativität systemteoretisch oder besser ökologisch zu betrachten.
Lebewesen setzen insgesamt nur einen geringen Teil ihrer Energie für Experimente ein, denn ihre Viabilität beruht auf der Nutzung bewährter Kombinationen, die allerdings jeweils aus einem kreativen Akt entstanden sind.
Siehe auch: Kreativitätstechnik, Die vier Phasen des kreativen Prozesses