Der Kunstflug ist eine mit einem hierfür geeigneten und zugelassenen Motor- oder Segelflugzeug ausgeführte Flugbewegung, die für den Normalflug nicht erforderlich ist. Damit verbunden sind oft anormale Fluglagen und Fluggeschwindigkeiten.
Kunstflugfiguren und komplette Programme werden mit eine speziellen System von Symbolen, benannt nach dem Erfinder, dem spanischen Grafen J. Aresti, dargestellt. Jeder Figur ist dabei auch ein Schwierigkeitsgrad (der K-Wert) zugemessen, der dann in die Bewertung bei einem Wettbewerb einfließt.
Der Kunstflug wird von Sportfliegern als eigene Sportart betrieben und es werden nach den Regeln der FAI und der CIVA Meisterschaften, sowohl national als auch international durchgeführt.
Auf internationaler Ebene dominieren seit vielen Jahren die Piloten und Pilotinnen aus Osteuropa und Russland.
Zu den Kunstflugfiguren gehören unter anderem: Looping, Trudeln, Rolle, gerissene Rolle, Rückenflug, Turn, Rollenkreis, Torquen sowie Loopingacht.
Um ein Kunstflugprogramm zu fliegen, werden verschiedene Figuren miteinander kombiniert. So kann beispielsweise eine Figur aus den folgenden Elementen bestehen: Vertikalflug, Rolle, gerissene Rolle, Turn, und dann im senkrechten Flug nach unten zwei gerissene Rollen.
Militärpiloten trainieren u.a. verschieden Flugmanöver, die dem Kunstflug zuzurechnen sind. Viele Luftwaffen unterhalten Kunstflugstaffeln, die auf Airshows auftreten.
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