Kurzwelle

Kurzwelle (Abk. KW, engl. SW für short wave) bezeichnet ein Frequenzband der Radiowellen. Durch die relativ hohe Frequenz der Kurzwellen sind die Wellenlängen klein(kurz). Daher der Name.

Der Frequenzbereich erstreckt sich von 3 MHz bis 30 MHz.

Vor der Einführung von Satellitenfunksystemen wurden Kurzwellen für den drahtlosen, internationalen Informationsaustausch verwendet. Mit Kurzwelle war es erstmals möglich, von jedem Punkt der Erde mit jedem anderen Punkt der Erde direkt in Funkverbindung zu treten.

Der Seefunk hatte dabei eine zentrale Position. Denn erstmals in der Geschichte der Seefahrt war es möglich, ein Schiff auf hoher See jederzeit zu erreichen. Außerdem konnten erstmalig präzise (sekundengenaue) Zeitzeichen auf hoher See mit handelsüblichen Rundfunkgeräten empfangen werden, die elementar wichtig für die exakte Positionsbestimmung sind.

Durch den Kurzwellenrundfunk ist es jedermann möglich Rundfunksendungen auch weit entfernter Staaten direkt zu hören. Besonders im Kalten Krieg wurden deshalb solche Sendungen oftmals durch Störsender absichtlich gestört, um den Empfang unliebsamer Sendungen zu unterbinden.

Funkamateure sind in der Lage weltweite Kommunikation - oftmals mit selbstgebauten Geräten - über Kurzwelle durchzuführen.

Durch die Einführung von Satellitenkommunikation ist die Bedeutung der Kurzwelle für die Seefahrt stark zurückgegangen. Das Internet als Informationsquelle für Jedermann ist eine starke Konkurrenz für viele Rundfunksender auf Kurzwelle. Aus diesem Grunde haben bereits viele Auslandsdienste ihren Betrieb auf KW reduziert, oder ganz eingestellt.

Siehe auch: LW, Mittelwelle, UKW





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