La Paz (Bolivien)

La Paz (La Paz de Ayacucho, Bevölkerung ca. 800.000) ist der Regierungssitz in Bolivien, die Hauptstadt ist Sucre. Den Name hat die Stadt nach dem Sieg bei Ayacucho über Spanien im Unabhängigkeitskrieg des Landes erhalten.

Die Stadt liegt in einer Schlucht unterhalb eines Plateaus von 3600m über Meeresspiegel am Ufer des Flusses La Paz. Die Siedlung auf dem Plateau heißt El Alto, dort liegt auch der Internationale Flughafen. Der Höhenunterschied vom Zentrum, mit den modernen Wolkenkratzern, und dem Stadtrand beträgt ungefähr 1000 m.

La Paz wurde 1548 von Alonso de Mendoza auf einem alten Inka-Dorf, zum Gedenken an einen verhinderten Krieg, gegründet. Der tief eingeschnittene Talkessel eignete sich Ideal als Schutz vor Wind und Wetter. Die Stadt lag verkehrsgünstig am Kreuzungspunkt des Silberweges von Potosí nach Peru und des Cocaweges aus den Yungas.

Die Ernennung von Sucre als Hauptstadt nach der Unabhängigkeit 1825 schmälerte die Wichtigkeit von La Paz nicht. 1912 wurde es nach einer kurzen Revolte zum Regierungssitz benannt, da es als einzige größere bolivianische Stadt vom wirtschaftlichen Niedergang Potosís nicht betroffen war.

Die Stadt wird vom mächtigen Illimani (6462m) mit seinen drei Gipfeln beherrscht. Mit viel Fantasie kann man in den Felsen an seinen Hängen ein Bild eines Indio, mit Frau, Kind und Lama erkennen.


Ansicht der Stadt
Bild vergrößern


Das Departement La Paz rund um die Stadt umfasst 133.985 km² und hat ca. 2.269.000 Einwohner. Es liegt an der Westgrenze des Landes zu Peru, der größte Teril des Departements bildet ein Hochplateau. Es hat den bolivianischen Anteil am Titicaca-See und an der bis zu 6600m hohen Cordillera Real. Nördlich der Cordillera sind die Yungas, die steilen Ostabhänge der Anden, die (auch mit ihrer Vegitation) den Übergang ins Amazonas-Tiefland bilden. Südwestlich der Hauptstadt liegt die bedeutende Ruinenstätte Tiahuanaco.



Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.