Landesbischof ist der Titel des Oberhaupts einiger protestantischer Landeskirchen in Deutschland. Der Begriff hat seine Wurzeln in der Reformation. Damals verfügten einige Landesherren für ihr Land die Einführung des neuen Bekenntnisses und fungierten danach in ihrem Land als "neuer Bischof", daher der Begriff "Landesbischof". Sie führten alle Rechte des bisherigen Bischofs als sog. "summus episcopus" aus, bis nach dem 1. Weltkrieg 1918 das "landesherrliche Kirchenregiment" wegfiel. Seither fungiert in einigen Landeskirchen ein Theologe als "Landesbischof". In anderen Landeskirchen heißt er nur Bischof oder je nach Verfassung auch Präses oder Kirchenpräsident.
Landesbischöfe gibt es in folgenden Landeskirchen:
Baden, Bayern, Hannover, Mecklenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe, Thüringen und Württemberg