Landgewinnung

Landgewinnung ist die künstliche Beschleunigung des Verlandungsvorgangs im Wattenmeer. Durch ein System aus Buhnen wird das Wasser beruhigt und ein Abfließen bei Ebbe verzögert. Im ruhigen Wasser setzen sich mehr Schwebteilchen (Sedimente) auf dem Meeresboden ab.

Erreicht der Meeresboden die Fluthöhe, werden Gräben ausgehoben und der Schlick zur weiteren Erhöhung auf dem Land verteilt. In den Gräben können sich jetzt wieder neue Sedimente ablagern. Ist das neugewonnene Stück Land groß genug, wird es mit Deichen vor Sturmfluten geschützt. Das eingedeichte Land nennt man Koog.

Der Sinn der Landgewinnung ist umstritten. Einerseits soll sie dem Küstenschutz dienen, indem besiedelten Gebieten Köge vorgelagert werden, andererseits werden durch Landgewinnung wertvolle Ökosysteme wie das Wattenmeer und Salzwiesen zerstört.



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