Landler (Protestanten)

Als Landler oder Siebenbürger Landler bezeichnet man die Protestanten, die unter Karl VI aus dem Salzkammergut in der Zeit 1734 - 1737 in das einzige protestantische Gebiet in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, nach Siebenbürgen in die Nähe der Stadt Hermannstadt deportiert wurden.

Da Siebenbürgen durch die Türkenkriege und die Pest ziemlich entvölkert wurde, bekamen die 634 vertriebenen Oberösterreicher leerstehende Bauernhöfe zugewiesen.

Bis 1770 wurden dann nochmals unter Maria Theresia nochmals ca. 3.000 Oberösterreicher unter wesentlich schlechteren Bedingungen dort ein Heim gefunden.

Der deutsche Dialekt wurde bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Erst 1990 löste sich die Gemeinde durch Umsiedlung in den Westen auf.

Literatur

Erich Buchinger: Die "Landler" in Siebenbürgen. r. Oldenburg Verlag, München, 1980

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