Langhaus (Wohngebäude)

Das Langhaus ist eine ehemalige Hausform der Indianer im Nordosten Nordamerikas. Die durchschnittliche Länge betrug etwa 25 m, Breite und Höhe lagen bei etwa 6 m. Wenn man den Berichten von z.B. Captain George Vancouver glauben kann, gab es sogar Häuser, die mehrere hundert Meter lang waren.

Im Durchschnitt beherbergte es 5 bis 20 Familien. Bei den größeren Häusern und einigen Stämmen war das Zentrum dem Oberhaupt vorbehalten. Die rangniedrigeren Sippenmitglieder bewohnten die äußeren Bereiche, gestaffelt nach ihrem Ansehen in der Gemeinschaft. Vergrößerte sich die Sippe konnte das Haus in Längsrichtung erweiter werden.

Das Langhaus wurde unter anderem von Irokesen und Quinault Indianern genutzt. Die Irokesen nennen sich selber Haudenosaunee - Menschen des Langen Hauses.

Die Behausung besaß in der Regel nur 2 Türen, an jedem Ende eine. In der Mitte verlief über die ganze Länge des Hauses ein Gang, der 2 bis 3 m breit war. Im Abstand von mehreren Metern befanden sich Feuerstellen.

Das Haus entstand durch den Bau eines Gerüstes aus in den Boden gerammte Stämme, die mit Stangen verstrebt waren. Die Häuser besaßen entweder ein Runddach, das dadurch entstand, dass man die Stämme bog und in der Mitte zusammenband, oder man setzte auf die ganze Konstruktion ein Giebeldach. Grosse Rindenstücke wurden dann auf den Stämmen und Stangen überlappend angebracht. Damit sich das Haus mit den Feuern temperieren ließ, verzichtete man auf Fenster.

siehe auch: Langhaus-Religion



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