Lastverteilung per DNS

DNS lässt es zu, dass einem Namen mehrere IP-Adressen zugewiesen werden können. Allgemeiner formuliert: Es können mehrere Resource Records mit gleichem Label, gleicher Klasse und gleichem Typ aber jeweils unterschiedlichem Datenfeld existieren. Eine derartige Anordnung wird als Resource Record Set bezeichnet.

Durch Resource Record Sets kann eine einfache Lastverteilung (auch Loadbalancing genannt) realisiert werden.

Beispiel:
    server.example.com.   1800  IN  A  171.17.6.70
    server.example.com.   1800  IN  A  171.17.6.71
    server.example.com.   1800  IN  A  171.17.6.72
Wird ein derartiger Name von einem Resolver abgefragt, so liefert der DNS-Server grundsätzlich alle bekannten IP-Adressen zurück, allerdings in wechselnder Reihenfolge. Der erste Request wird dann beispielsweise mit [171.17.6.70, 171.17.6.71, 171.17.6.72] beantwortet und der zweite mit [171.17.6.71, 171.17.6.72, 171.17.6.70]. Es liegt dann in der Verantwortung des Resolvers, welche IP-Adresse er tatsächlich verwendet.

Nach welcher Strategie ein DNS-Server die Reihenfolge vorgibt, kann bei Bind-kompatiblen Nameservern konfiguriert werden. Bei Bind sind drei Varianten möglich: zyklisch, zufällig und fest. Bei der Variante fest werden die IP-Adressen in der Reihenfolge zurückgegeben, in der sie im Nameserver abliegen.

Anmerkung: Bei reversen Zonen der IN-ADDR.ARPA-Domäne ist ein Loadbalancing nicht möglich, obwohl für eine IP-Adresse mehrere Namen definiert werden können. Eine Lastverteilung würde hier auch keinen Sinn machen.



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