Lauren Bacall

Lauren Bacall (d.i. Betty Joan Perske, * 16. September 1924), US-amerikanische Schauspielerin

Die Anfänge

Ihre Eltern trennten sich, als sie sechs Jahre alt war. Ihre Mutter Natalie Bacall ermuntert sie, Klassischen Tanz zu studieren und bringt sie später an die American Academy of Dramatic Arts. Betty nimmt den Namen ihrer Mutter an. Sie gibt die Schule auf und geht zum Film. Die hoffnungsvolle Schauspielerin hatte Glück; Ende der 1930er und anfangs der 1940er waren starke Frauencharakter wie Bette Davis und Barbara Stanwyck sehr gefragt. Diese beiden definierten auch die klassische Frauenrolle neu; Frauen durften plötzlich kraftvoll und nicht nur einfach unergründlich sein.

Der Durchbruch

Howard Hawks, der Regisseur von Haben und Nichthaben 1945 castete die Bacall auf den Rat seiner Frau Slim Keith, welche Betty's Bild auf dem Cover von Harper's Bazaar gesehen hatte. Betty wird für den Film engagiert, beginnt mit Humphrey Bogart eine Affäre, welche das Filmpublikum in Scharen in die Kinos lockt, um sich von der gegenseitigen Anziehungskraft von Bogart-Bacall zu überzeugen. Warner unterstützt ihre Karriere und Bacall tritt noch in weiteren Filmen an der Seite von Bogie auf.

Time-out zugunsten der Familie

Bogart zuliebe gibt sie ihre Karriere auf und gebärt die Kinder Stephen und Leslie. 1957 erscheint sie wieder auf der Leinwand, diesmal als Film-Ehefrau von Gregory Peck in Warum hab' ich ja gesagt?. Als Bogart 1957 an Krebs stirbt, zieht sie sich zurück vom Filmgeschäft.

Grosse Erfolge am Broadway

In den 1960ern hat sie am Broadway mit den Stücken Cactus Flower 1965 und Applause 1970, für welches sie einen Tony Award erhält, riesige Erfolge. Ebenfalls in den 1960ern heiratet sie Jason Robards und lässt sich auch schnell wieder scheiden. 1981 gewinnt sie für ihre Darstellung in The Woman of the Year erneut einen Tony Award. Sie ist sporadisch auf der Leinwand zu sehen, u.a. in Robert Altmans Short Cuts und im Barbra Streisand-Movie The Mirror has two Faces 1996. Sie wird für ihre Rolle von Barbras Mutter für den Oscar nominiert.

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Filmographie (Auszug):

To have and have not (Haben und Nichthaben, 1944
The big sleep (Tote schlafen fest), 1946
Dark passage (Das unbekannte Gesicht), 1947
Key Largo (Hafen des Lasters), 1948
How to marry a millionaire (Wie angelt man sich einen Millionär?), 1953
Written on the wind (In den Wind geschrieben), 1957
Designing woman (Warum hab' ich ja gesagt?), 1958
Harper (Ein Fall für Harper), 1966
Murder on the Orient Express (Mord im Orientexpress), 1974
The shootist (The shootist - Der Scharfschütze), 1976
Misery (Misery), 1990
Prêt-à-Porter, 1995
The mirror has two faces (Liebe hat zwei Gesichter), 1995



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