Die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe oder LSVA ist die am 1. Januar 2001 eingeführte Maut für LKW über 3,5 Tonnen in der Schweiz und Liechtenstein.
Per Volksentscheid hatte sich das Schweizer Stimmvolk zur Einführung einer Strassenbenutzungsabgabe für den Schwerverkehr entschieden. Langfristiges Ziel ist es, den Schwerlastverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Die Maut gilt für inländische wie ausländische Fahrzeuge des Warentransportes auf dem kompletten öffentlichen Strassennetz, ist entfernungsabhängig und wird elektronisch erhoben.
Entwickler und Lieferant des dafür eingesetzten Gebührenerfassungsgerätes Tripon ist die Fela Management AG aus Diessenhofen.
Auftraggeber war die Eidgenössische Oberzolldirektion (OZD), beraten von der Rapp AG, Abteilung Verkehrstelematik aus Basel.
Im Gegensatz zur deutschen und österreichischen Maut, wird die LSVA auf allen Straßen fällig, nicht nur auf den Autobahnen. Das erleichtert die technische Umsetzung ganz erheblich. Das Tripon System muss dabei nämlich nur feststellen, welche Entfernungen innerhalb eines Mautpflichtigen Gebietes zurückgelegt wurden und nicht, wie beim deutschen System, welche Straßentypen dabei benutzt wurden.
Die bisherigen Erfahrungen sind laut Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung durchweg positiv.
Siehe auch: NEAT
Maut in Nachbarstaaten der Schweiz
- In Deutschland sollte eine deutsche LKW-Maut auf Autobahnen für Fahrzeuge ab 12 Tonnen am 31. August 2003 starten. Wegen technischen Problemen wurde der Termin zunächst auf den 2. November verschoben, später wurde auch dieser Termin gekippt. Die Einführung des Systems ist damit auf unbestimmte Zeit verschoben.
- In Österreich wird auf allen Autobahnen und Schnellstraßen des Landes von allen Fahrzeugen eine Maut eingehoben. Diese wird in Form von Vignetten, die auf der Windschutzscheibe kleben müssen, verrechnet. Diese Vignette gibt es für verschiedene Zeiträume (max. 1 Jahr). Statt der Vignette wurde bei LKWs ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht ab dem 1. Januar 2004 eine österreichische LKW-Maut eingeführt. Zusätzlich gibt es noch Sondermautstrecken, sowohl auf Autobahnen, als auch auf anderen Straßen.
- In Frankreich wird Maut an Mautstellen manuell und an Automaten erhoben. Mautpflichtig sind lediglich Autobahnen.
- In Italien wird Maut für Autobahnen erhoben. Die Höhe der Maut ist von der Streckenlänge abhängig. An der Einfahrtstation zieht man an einem Automaten eine Mautkarte, diese führt man an der Ausfahrtstation in den dortigen Automaten ein und bezahlt die berechnete Maut.
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