Lida Gustava Heymann

Lida Gustava Heymann (*15. März 1868 in Hamburg; † 31. Juli 1943 in Zürich) war eine deutsch-schweizerische Frauenrechtlerin.

Neben ihrer Arbeits- und Lebensgefährtin Anita Augspurg gehörte sie zu den prominentesten Vertreterinnen der bürgerlichen Frauenbewegung. Radikal und kompromisslos forderten die beiden Kämpferinnen das Frauenwahlrecht.

In der Schweiz war Heymann Mitbegründerin des Vereins für Frauenstimmrecht. Gemeinsam mit Augspurg gab sie von 1919 bis 1933 in Deutschland die Zeitschrift "Frau im Staat" heraus. 1933 verliess die überzeugte Pazifistin und Gegnerin des Naziregimes gemeinsam mit Augspurg Deutschland und kehrte nie mehr zurück.

Lida G. Heymann wollte "den Frauen helfen, sich von männlicher Herrschaft zu befreien". Mit ihrem beträchtlichen Erbe richtete sie ein Frauenzentrum ein, das berufstätigen Frauen einen Mittagstisch anbot sowie einen Kinderhort und eine Beratungsstelle. Des weiteren gründete sie ein koedukatives Gynmnasium, Berufsverbände für weibliche kaufmännische Angestellte und für Bühnenkünstlerinnen.

In Hamburg kam sie mit dem Gesetz in Konflikt, als sie gegen die Behandlung der Prostituierten protestierte und die Abschaffung der staatlichen Reglementierung der Prostitution forderte.

Literatur