Lindau (Bodensee)

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Stadt Lindau im östlichen Bodensee in Bayern mit 24.000 Einwohnern. 3,318 km², die Kernstadt (die Altstadt, der Bahnhof und der Bodenseehafen) liegt auf einer Insel (0,68 km²) im Bodensee. Die Insel ist mit einem Damm und einer Brücke mit dem bayerischen Festland verbunden.

siehe auch: andere Orte die Lindau heißen.

Zeitgenössisches

Lindau ist geprägt durch seine herausragende Lage im Angesicht des über 1000 m NN hohen Pfänders in Richtung Bregenz (die Stadt war an der Seilbahn auf den Pfänder jahrzehntelang beteiligt), den Bodensee sowie das Panorama der Alpen. Der Tourismus ist eine der zentralen Einnahmequellen. Weiterhin werden durch die jährlich stattfindenden Nobelpreisträger-Tagungen mit wechselnden Schwerpunkten, sowie durch Psychotherapie-Wochen und zahlreiche andere Veranstaltungen in der Inselhalle für weitere Übernachtungen gesorgt. Auch die ehemals städtische und nun staatliche Spielbank ist ein weiterer Anziehungspunkt für Lindau. Ehemals ein Zentrum der Textil-Industrie (z.B. Kunert), finden sich heute neben zahlreichem Klein-Gewerbe auch diverse Gross-Betriebe, z.B. Metzeler (Gummi-Profile für Automobile), Axima (ehemals Sulzer-Escher-Wyss, Kühltürme), Dornier (Webstühle), Liebherr (Elektronik), Lindavia/Hero (Fruchtsaft) und derzeit noch Bahlsen (Salzstangen). Weiterhin ist durchaus ein nennenswerter Anteil Landwirtschaft mit Schwerpunkten auf Milch-Produktion, Beeren- und Obst-Anbau teils mit angeschlossener Destillation vorzufinden. Fischerei spielt nur noch eine kleine Rolle. Die natürliche Ufer-Form im Lindauer Bereich des Bodensees ist ein Schilfgürtel, gefolgt von Feuchtwiesen und später ansteigendem festen Gelände. Neben mehreren städtischen Bädern (zwei davon in Pfahlbau-Technik realisiert) findet sich vor allem Villen-Bebauung aus verschiedensten Epochen am See, die teils mit einfachen Ufermauern aus grossen Steinquadern und zum Teil sogar aus kleinen Hafen-Anlagen die Natur ersetzt haben.

In früheren Zeiten war die Insel Lindau sogar eine Inselgruppe, so war die westliche Insel durch ein schiffbare Wasser-Ader getrennt, der heutigen Strasse "Am Inselgraben", wo immer noch die Stadtmauer auf der Haupt-Insel verläuft. Im Süden am Haven gab es eine vorgelagerte Insel. Beide Inseln sind durch historische Auffüllungen an die Haupt-Insel angeschlossen worden. Weiterhin wurde noch einiges an Fläche, insbesondere für Park-Plätze und Park-Anlagen, hinzu gewonnen indem die Schlamm-Mengen vom permanent durch Verlandung bedrohten Bereich "Kleiner See" (zwischen Insel und Festland, und von Eisenbahn-Damm und See-Brücke begrenzt) abgepumpt und angehäuft wurden. Im Bereich der Mündung der "Ach" findet sich noch ein Flachwasser-Bereich mit Sandbänken und einer eigentändigen Insel, der sogenanngen "Insel Hoy". Vor Jahrhunderten gab es noch die sogenannte Galgeninseln, anscheinend waren dies Sandbänke die aber offenbar bis heute vermutlich durch natürliche Prozessen abgetragen worden sind. Das Lindauer Stadtgebiet wird im Süd-Osten durch die Leiblach nach Österreich hin abgegrenzt. Dort befindet sich auch eine überregionale Öl-Pipeline, die das Stadt-Gebiet tangiert, ebenso führen dort Hochspannungs Strom-Leitungen aus den Alpen heraus. Die Wasserversorgung geschieht zum grössten Teil aus dem Bodensee über das Seepumpwerk in Nonnenhorn und den Hochspeicher auf dem Hoyerberg. Die Gasversorgung ist städtisch, wird aber zur Zeit aus russischem Erdgas gespeist. Die Kabel-TV-Versorgung geschieht über eine Glasfaser-Leitungen zu einer Empfangsstation die in Richtung des benachbarten Lindenberg liegt.

Lindau gilt heute als Drei-Länder-Eck, wobei hiermit Deutschland, Österreich und die Schweiz gemeint sind. Deutschland könnte man noch nach Bundesländern unterteilen, also Bayern und Baden-Württemberg. Lichtenstein liegt in Sichtweite, mit Wohlwollen sind evtl. sogar noch Südtiroler und andere italienische Gipfel in der Ferne sichtbar. Wenn man auch noch die Insel Mainau als schwedisch besiedelt ansieht, dann ist "drei" wohl eher die Untergrenze.

Weblinks