Lindelbrunn

Lindelbrunn ist eine Burgruine bei Vorderweidenthal (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz) zwischen Bad Bergzabern und Landau in der Pfalz.

Die Burg Lindelbrunn (auch Lindelbol oder Lindelborn genannt) wurde Mitte des 12. Jahrhunderts vermutlich als Reichsburg zur Verteidigung des Trifels gegründet. 1274 kam die Burg in den Besitz der Grafen von Leiningen. Im Laufe der Zeit wurde Lindelbrunn zur Ganerbburg. Durch Verpfändungen von Burgteilen wuchs die Zahl der Miteigentümer so stark, dass es zu Streitigkeiten kam. 1440 lagerten die Truppen des pfälzischen Kurfürsten sowie des Speyerer Bischofs sieben Wochen lang vor der Burg, bevor sie erfolglos abzoegen. 1450 nahmen die Burgherren Bernhard von Leiningen und Friedrich von Bitsch die Burg ein und beendeten so die Streitigkeiten.

Im Bauernkrieg von 1525 wurde die Burg von aufständischen Bauern niedergebrannt. Sie blieb seitdem unbewohnt und verfiel. Erhalten sind die Reste zweier Wohnbauten, Felsenkammern, eine befestigte Toranlage, Umfassungsmauern sowie die Fundamente der ehamligen Burgkapelle.

Vom Forsthaus Lindelbrunn läuft man etwa 15 bis 20 Minuten zur Ruine hinauf. Bei guter Witterung hat man eine weite Sicht (u. a. auf den Trifels).



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