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Lola Montez hieß eigentlich Elizabeth Rosanna Gilbert und wurde als Tochter eines schottischen Offiziers und einer irischen Landadeligen geboren. Sie wuchs in Indien, England und Schottland auf. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem Offizier geht sie 1843 nach London und gibt sich dort als spanische Tänzerin Maria de los Dolores Porry y Montez aus Sevilla aus. Nach Enttarnung ihrer gefälschten Identität zieht sie als Lola Montez durch ganz Europa und hat dabei zahlreiche Affairen und Skandale. Am 5. Oktober 1846 kommt sie nach München und bewirbt sich um ein Engagement als Tänzerin am Münchner Hof- und Nationaltheater. Sie wird die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Dieser schenkt ihr ein Palais in München als Wohnsitz und erhebt sie 1847 zur Gräfin von Landsfeld. Ein Portrait von ihr gibt es auch in der sogenannten Schönheitengalerie in Schloß Nymphenburg. Die Beziehung stößt auf heftige Ablehnung in der Bevölkerung. In der allgemeinen Unruhestimmung des Jahres 1848 kommt es zur Abdankung Ludwig I. und zur Vebannung Lola Montez, die nach der Flucht in die Schweiz schließlich in die USA geht.