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LZ130 war ein Schwesterschiff der LZ129 Hindenburg und das letzte große Starrluftschiff. Die Schiffe waren in groben Zügen identisch, jedoch wurden bei der LZ130 viel neue Erkenntnisse angewendet. So wurde z.B. erstmals ein Ballastwassergewinnungsanlage eingebaut. Sie diente dazu, Wasser aus den Abgasen der Motoren zu kondensieren, um den Gewichtsverlust auszugleichen, der durch den Treibstoffverbrauch entstand.
Der markanteste optische Unterschied zwischen den beiden Schiffen war die Anordnung der Propeller. Während die Hindenburg Druckpropeller (nach hinten gerichtet) besaß, wurden bei der LZ130 Zugpropeller verwendet, da die Kühler der Ballastwassergewinnungsanlage an den Maschinengondeln mit angeströmt wurden.
Ebenso wie die Hindenburg war auch die LZ130 für den Einsatz mit Helium als Traggas konstruiert worden. Die Politik der USA verhinderte jedoch damals den Export des Gases, so dass auch bei der LZ130 Wasserstoff zum Einsatz kam.
Die LZ 130 unternahm insgesamt 30 Fahrten. Die Jungfernfahrt fand am 14. September 1938 von 7:50 bis 17:30 unter der Führung von Dr. Hugo Eckener statt. Sie führte von Friedrichshafen u.a. über Augsburg, München und Ulm wieder zurück zum Startort. Es wurden 925 km zurückgelegt.
Die letzte Fahrt, die sogenannte Essen/Mühlheim-Fahrt, fand am 20. August 1939 statt, mit Start- und Zielort Frankfurt a.M, sowie Zwischenlandung in Essen/Mühlheim, unter der Führung von A. Sammt. Diese Fahrt bedeutete das Ende der Großluftschifffahrt.
Ende August wurde das Schiff mit Begründung drohender Kriegsgefahr außer Betrieb genommen. Die Gaszellen wurden am 1. September 1939 geleert und das Schiff für eine längere Liegezeit in der Luftschiffhalle vorbereitet. Es erfolgten Arbeiten, um das Schiff zu konservieren und für eine Wiederinbetriebnahme bereit zu halten. Diese wurden im Januar 1940 eingestellt.
Am 4. April 1940 wurde von Ernst Udet der schriftliche Befehl zur "Verschrottung von LZ127, LZ130 und LZ131 und Verwertung der Hallen auf dem Flugplatz Rhein-Main" erlassen.
Von LZ131 existierten bis dahin nur einige Teile.
Am 8. April 1940 wurde mit den Arbeiten begonnen, am 27. April erfolgte die Meldung über den Vollzug der Verschrottung.
Die Sprengung der Luftschiffhallen durch eine Pioniereinheit (PionierBtl 157) der Wehrmacht erfolgte am 6. Mai 1940, dem dritten Jahrestag der Katastrophe von Lakehurst, bei der LZ129 Hindenburg verbrannte und 36 Menschen in den Tod riss.
Drei Tage Später marschierte die Wehrmacht in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden ein. Es wird vermutet, dass ein enger Zusammenhang zwischen dem Einmarsch und den Ereignissen auf dem Rhein-Main-Luftschiffhafen bestand.