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Der Manichäismus ist eine nach dem Perser Mani (14. April 216 bis 276) benannte synkretistischee Religion.
| Table of contents |
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2 Mani´s Kosmologie 3 Geschichte 4 Weblink |
Die Lehre
Er verschmolz Elemente aus Zoroastrismus/Parsismus, Christentum und Buddhismus. Kennzeichen ist ein strenger Dualismus von Gut und Böse (Licht und Finsternis, Seele und Körper). Ziel ist es, durch Askese, die (Licht-)Seele vom Kreislauf der Wiedergeburt zu befreien und so ihre Wiedervereinigung mit dem Göttlichen zu ermöglichen.
Mani sei der von Jesus verheißene Paraklet. Jesus, Zoroaster und Buddha seien seine Brüder.
Der Grundgedanke Manis war, dass die früheren Religionen nur auf ein Land und eine Sprache begrenzt waren. Seine Lehren sollten in 10 Dingen besser sein als Christentum, Buddhismus und Zoroastrismus.
Die Endzeit tritt dann ein, wenn die Lichtbefreiung fast vollendet ist und die materielle Welt zu einem Klumpen zusammengeschmolzen wird. Eine Neuerstehung, nach der entgültigen Trennung von Licht und Finsternis, findet nicht statt.
Durch rege Missionstätigkeit breitete sich der Manichäismus bis nach China und Spanien aus. Der Manichäismus wurde 763 Staatsreligion der Uiguren.
Im Westen war er zeitweise eine ernsthafte Konkurrenz für das frühe Christentum und hielt sich trotz heftiger Verfolgung bis ins fünfte Jahrhundert, im Osten bis zum 14. Jahrhundert.
Parallelen zum manichäischen Dualismus gab es bei den Bogomilen und Katharern (Albigensern), eine direkte Beziehung zum Manichäismus ist jedoch historisch und religionswissenschaftlich nicht erwiesen.
Ein ganz wichtiger Hinweis auf Mani, ist der "Kölner-Mani-Kodex" aus dem 5. Jahrhundert, das kleinste Buch der Antike. Auf winzigen Pergament-Seiten ist die Lebensgeschichte Mani´s festgehalten.
Siehe auch: Gnosis
Mani´s Kosmologie
Am Anfang war das Lichtreich Gottes, dessen Wesen fünf Denkformen umfasste:
Vernunft, Denken, Einsicht, Sinnen und Überlegung. Dem gegenüber steht das Reich der Finsternis, bestehend aus Rauch, Feuer, Wind, Licht und Wasser. Gott sendet zum Kampfe gegen die dunklen Elemente den „Urmenschen“, wobei im Kampfe das Licht der Finsternis verfällt. Um die Lichtelemente zu retten wird die Welt erschaffen; dabei bildet der „lebendige Geist“ die übrig gebliebenen Lichtelemente zu Sonne, Monde, Gestirne, Himmel und Erde, die somit eine Vermischung von Licht und Finsternis darstellen. Erst der „Dritte Gesandte“ (nach Urmensch, lebendiger Geist) setzt die Räder (Feuer, Wasser und Wind) in Bewegung, welche das Licht nach oben zur Milchstrasse ableiten und letztendlich an die Sonne weitergeben. Danach enthüllt sich der „Dritte Gesandte“ zum Menschenpaar (Adam und Eva), die fortan für das Weltschicksal verantwortlich sind. Um ihrer Rolle gerecht zu werden, sendet der „Dritte Gesandte“ , „Jesus den Glanz “, der den Menschen über „göttliche Vernunft“ aufklärt.Geschichte
Der Kirchenvater Augustinus von Hippo hing vor seiner Bekehrung zum Christentum dem Manichäismus mehrere Jahre an.Weblink
Tod, Wiedergeburt und Erlösung im Manichäismus