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Marco Pantani trat 1994 ins Rampenlicht, als er seine erste Tour de France in Paris als Dritter und bester Jungprofi beendete und somit seine Karriere startete. Ein Jahr darauf konnte er zwei Bergetappen, darunter den legendären Anstieg nach L'Alpe-d'Huez, für sich entscheiden.
Seine vielversprechende Karriere schien schon im Oktober 1995 wieder vorbei zu sein, als Pantani bei dem Radrennen Mailand-Turin einen lebensgefährlichen Sturz erlebte. Pantani kam nach langer Rehabilitation wieder zurück, um beim Giro d'Italia 1997 erneut auszuscheiden, als eine schwarze Katze vor ihm die Straße überquerte. Damit war das Sturzpech des Italieners ausgereizt, und er meldete sich schon bei der Tour 1997 mit zwei weiteren Etappensiegen (u.a. wieder in L'Alpe-d'Huez) und dem dritten Gesamtrang zurück.
1998 war schließlich sein Jahr. Pantani - der von der italienischen Presse zunächst wegen seiner abstehenden Ohren Elefantino und später wegen seines ständigen Kopftuches il Pirata (der Pirat) genannt wurde - gewann zunächst den Giro in souveräner Manier und konnte schließlich auch bei der Tour de France triumphieren, indem er dem Favoriten Jan Ullrich bei einer Bergetappe über neun Minuten abnahm. Damit konnte er nebenbei zwei Grundsätze des Radsports entkräften:
Nach dieser Offenbarung konnte Pantani nie mehr an seine Glanzleistungen anknüpfen. Bei der Tour 2000 gewann er noch einmal eine Etappe (hinauf zum Mont Ventoux), danach enttäuschte er seine noch immer zahlreichen Fans jedoch regelmäßig. Der Endpunkt seiner Karriere war im Juni 2003 erreicht, als bekannt wurde, dass sich Pantani zur Behandlung seiner Depressionen in einer Nervenklinik aufhielt.
Am 14. Februar 2004 fand man Pantani tot in einem Hotelzimmer in Rimini. Die Vermutung, er habe Selbstmord begangen, nachdem man mehrere leere Packungen verschiedener Antidepressiva gefunden hatte, wurde vom ermittelnden Staatsanwalt zwar ausgeschlossen, jedoch noch nicht endgültig widerlegt. Die Obduktion ergab eine Todesursache durch Herzstillstand infolge eines Hirn- und Lungenödems.