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| Table of contents |
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2 Werke 3 Preise 4 Literatur 5 Weblinks |
1941 trat sie in die Meisterklasse Wilhelm Dachauer der Wiener Akademie der bildenden Künste ein, die sie als "entartet" schon 1943 wieder verlassen musste. Sie führte ihr Studium bei Ferdinand Andri und Herbert Boeckl fort. Klagenfurt war 1948 der Ort ihrer ersten Einzelausstellung, auf der sie erste Körperbewusstseinszeichnungen zeigte. Ein Paris-Aufenthalt 1951 brachte sie in Kontakt mit den Surrealisten um André Breton, von dessen "écriture automatique" sie sich zeitweise beeinflussen ließ.
1951 zog sie wieder nach Wien, wo sie in der Klasse Albert Paris Gütersloh ihre akademische Ausbildung abschloss und gemeinsam mit Hollegha, Mikl, Prachensky und Rainer zum Kreis um Monsignore Otto Mauer gehörte. Monsignore Mauer war ein kunstinteressierter Geistlicher und Gründer der Galerie nächst St. Stephan. Ein weiterer wichtiger Kontakt waren die Literaten der Wiener Gruppe Achleitner, Artmann, Rühm und Wiener. Gemeinsam mit Arnulf Rainer gilt sie als Begründerin der informellen Malerei in Österreich.
Zwischen 1961 und 1968 lebte sie vorwiegend in Paris und schuf erste Körperbewusstseinsaquarelle.
1968 bezog sie ein Atelier im East Village in New York, wo sie einen Zeichentrick-Kurs an der School of Visual Arts besuchte und erste eigene Filme schuf. Ihr zeichnerisches und filmisches Werk wurde ein einer großen Retrospektive in der graphischen Sammlung Albertina in Wien gezeigt. Ein DAAD-Stipendium brachte sie 1978 nach Berlin.
Erst 1980 kehrte sie aus den USA nach Wien zurück und übernahm an der Hochschule für angewandte Kunst eine Professur für Malerei. Gemeinsam mit Valie Export vertrat sie Österreich auf der Biennale in Venedig. 1982 gründete sie in ihrer Meisterklasse Österreichs einziges Lehrstudio für Trickfilm.
Auf der documenta in Kassel wurden Werke Lassnigs 1982 und 1997 ausgestellt. In diesem Zeitraum fanden auch zahlreiche Einzelausstellungen statt, so im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien, im Kunstmuseum Düsseldorf und der Kunsthalle Nürnberg, in der Kärntner Landesgalerie, der Galerie Hundertmark in Köln und der Galerie Onnasch in Berlin, im Kunstmuseum Luzern, ab den 1990er Jahren dann auch in Paris, New York, Den Haag, Frankfurt am Main, Zürich, München und Rom.
Am 18. Februar 2004 erhielt sie für ihren "außergewöhnlichen Beitrag zu zeitgenössischen Malerei" den mit 50.000 Euro hoch dotierten Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt. Mit der alle drei Jahre vergebenen Auszeichnung werden hervorragende Leistungen in Malerei, Graphik, Bildhauerei und Architektur gewürdigt.
Nach surrealistischen Anfängen war Lassnig in der 50er Jahren prägend für das neu aufkommende Informel in Österreich. Kennzeichnend für ihr umfangreiches Werk sind jedoch die Körpergefühlsbilder, mit denen sie sich im Laufe der Jahre vollkommen von stilistischen Zwängen und Vorbildern löste. Das Thema Körper - Körperlichkeit - Körperempfinden wird heute von vielen Künstlerinnen bearbeitet; Lassnig war eine der ersten, die mit ihrer Malerei die weibliche Position in der Kunstwelt und in der Gesellschaft reflektierte und gerade auch den Einfluss des weiblichen Körpers auf Lebensentwurf und Biographie einer Künstlerin drastisch und offen darstellte.
Exemplarisch ist das frühe
Im Laufe der Jahre werden ihre Selbstbildnisse immer drastischer, sie malt sich als Knödel oder als Rechenmaschine.
Großer Österreichischer Staatspreis 1988
Leben
Werke
Ihr Mittel ist die klassische Malerei, eine Figuration ohne einfache realistische Abbildung - Lassnig malt das Subjekt, nicht das Objekt. So sind es immer wieder Selbstportraits, angereichert mit surrealen Elementen, die eine eigenartige und ganz spezifische Schwebe zwischen Nähe und Fremdheit erzeugen.
Das Selbstportrait ist auf einen großen roten Mund reduziert wird und kann sowohl für Nahrungsaufnahme als auch für Erotik stehen. Vielleicht eine kritische Antwort auf die damals aktuelle Pop-Art.
Filme
CHAIRS (1971), 16 mm, Farbe, Ton, 4 Minuten; zu Musik bewegen sich Stühle wie Menschen
SELFPORTRAIT (1971), 16 mm, Farbe, Ton, 5 Minuten; Lebensrückblick im Zeichentrick, erhielt 1972 den New York State Council - Preis
COUPLES (1972), 16 mm Farbe, Ton, 10 Minuten; am Telefon und im Bett sprechen ein Verführer und ein Opfer miteinander “Du halfst mir, du machtest mich stark – aber du kannst mir nichts vorwerfen; wer so blind liebt, bezahlt mit dem Tod.“
SHAPES (1972), 16 mm, Farbe, Ton, 10 Minuten; menschliche Silhouetten bewegen sich nach Musik von Bach
PALMISTRY (1973), 16 mm, Farbe, Ton, 10 Minuten; A. ein dickes Mädchen weigert sich, dünn zu werden, um Männern zu gefallen; B. das erste Mal, C. beim Handleser: eine Gegenüberstellung von schrecklichem Aberglauben und schrecklicher Wissenschaft
ART EDUCATION (1976), 16 mm, Farbe, Ton, 16 Minuten; feministische Auslegung berühmter Gemälde von u.a. Michelangelo, Vermeer
MARIA LASSNIG KANTATE (1992), 35 mm, Farbe, Ton, 8 Minuten; Idee, Text, Gesang, Zeichnung, Animation Maria Lassnig, Produktion Hubert Sielecki: „Es ist die Kunst jaja, die macht mich immer jünger, sie macht den Geist erst hungrig und dann satt !“Preise
Oskar-Kokoschka-Preis 1998
Roswitha-Haftmann-Preis 2002
Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt 2004Literatur
Weblinks