Martigny (spr. -tinji, deutsch Martinach), drei schweizerische Ortschaften des Unterwallis, an der Mündung der Drance und an der Simplonbahn (Linie Bouveret-Brieg):
- Martigny la Ville (475 m ü. M.), im Talgrund (dem gegenüber das Dorf La Bathiaz liegt), mit 1525 Einwohner
- Martigny le Bourg (1303 Einw.), bergan gelegen
- Martigny-Combe (1589 Einw.) auf dem linken Ufer der Drance.
Ein Seitental führt über Forclaz und den Col de Balme (2204 m) ins Chamonix-, während die Drance selbst nach den Oberstufen des Aostatals leitet. In seinem Namen bewahrt Martigny die Erinnerung an den Sendboten Martinus (4. Jahrhundert), nach dem der keltische Ort Octodurus (57 v. Chr. von den Römern besetzt) jetzt genannt wird.
Die Transports de Martigny et Régions (TMR) betreiben Eisenbahnlinien nach Orsières, Le Châble und Châtelard.
siehe auch: Joseph Alexandre Martigny
Dieser Artikel basiert auf einem Text aus Meyers Konversationslexikon, 1888