Meder

Die iranischen Stämme der Meder (keilschr. Madai), erstmals unter Salmanassar III erwähnt, siedelten anfangs in der Landschaft Medien (Landschaft) in der Nähe des Urmia-Sees, dem Zentrum ihres späteren Reiches, wo sie sich gegen Assur und Urartu zusammenschlossen. 715 v. Chr gründete Deiokes den Medischen Staat mit der Hauptstadt Ekbatana. Phraortes verdrängte die Assyrer und einte die Stämme. Die vorübergehende Herrschaft der Skythen, von den die Meder die Reiterkriegsführung erlernten, beendete 616 v. Chr schließlich Kyaxares. 614 v. Chr zerschlugen sie Assyrien und zerstörten Assur. 612 v. Chr wird dann auch die alte Hauptstadt der Assyrer Ninive zerstört. 550 v. Chr verbündete sich der medische Adel mit den verbündeten Persern gegen Kyaxares Sohn Astyages, was zur Auflösung des Reiches führte. Die medische Aristokratie genoss später im groß iranischem Reich der Achämeniden viele Priviligien und wurde an der Regierung beteiligt.\nIn der größten Ausdehnung reichte das medische Reich von dem Fluss Halys in Anatolien bis weit nach Ostiran. Die oberste Gottheit der Meder wie aller Iraner war Ahuramazda. Die heutigen Kurden und Belutschen sind zumindest teilweise Nachfahren der Meder.



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