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Mediendidaktik und Medienerziehung als zentrale Bestandteile von Medienpädagogik standen lange Zeit in einem Spannungsverhältnis. Der Medienerziehung geht es um die Anleitung zur kritischen Reflexion von Medien und einer sinnvollen Mediennutzung. Sie interessiert sich primär für den Umgang mit Medien bei Kindern und Jugendlichen und bezieht sich zur Entwicklung von medienerzieherischen Ansätzen insbesondere auf Ergebnisse der Medien-wirkungsforschung und Forschung zur Mediensozialisation.
Der Mediendidaktik geht es um die Nutzung von Medien in Lehr-Lernprozessen, mit dem Ziel neue Qualitäten des Lernens und Lehrens für Bildung zu ermöglichen und deren Effektivität und Effizienz durch Einsatz von Technik zu steigern. Mit dem Medieneinsatz verbinden sich somit auch Erwartungen auf Kostensenkungen, wie sie sowohl in der betrieblichen Bildungsarbeit als auch im (Hoch-) Schulwesen diskutiert werden. Damit kommen Kategorien wie Optimierung, Kostenvorteile oder Effizienzsteigerung ins Spiel, die im pädagogischen Diskurs kritisch hinterfragt werden.
Die Medienerziehung beschäftigt sich traditionell stärker mit Gefahren des Medienkonsums und der Mediennutzung, etwa des Fernsehens und neuerdings auch des Internet. Die Sicht der Medienerziehung zum Einsatz didaktischer Medien in der Bildung ist dadurch vielfach kritischer als die mediendidaktische Perspektive, weil sie die weiteren Auswirkungen und die Bedeutung von Medien für Schüler/innen, die Schule, für Bildung und Kultur fokussiert. Beide Perspektiven können sich jedoch befruchten und werden in Zukunft stärker konvergieren müssen, um die Medienthematik in Bildungszusammenhängen angemessen bearbeiten zu können.