Megaherbivorentheorie

Die so genannte Megaherbivorentheorie geht davon aus, dass ein Mosaik aus intensiv beweideten Flächen und Wäldern in verschiedenen Sukzessionsstadien entstehen würde. Erst der Mensch hat nach Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren durch die intensive Bejagung großer Pflanzenfresser eine Phase stärker Bewaldung erzeugt, bevor durch die Ausbreitung der Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht wieder jene mosaikartige Landschaft entstanden ist, die wir heute als unsere traditionelle Kulturlandschaft betrachten.

Die geschichtliche Erfahrung zeigt auf der anderen Seite, dass menschlicher Einfluss immer Waldvernichtung zur Folge hatte - ein global unbedeutender Wiederaufbau gelang erst durch Entwicklung der Forstwirtschaft in Mitteleuropa. Nacheiszeitmensch hat nicht nur Megaherbivoren gejagt, sondern auch (selektiv) Holz genutzt oder komplett brandgerodet. Die irreversiblen Folgen für den Nährstoffhaushalt der Böden auch dieser frühen Tätigkeiten zeigen sich bei Betrachtung der Bodenhorizonte unter Hügelgräbern. Sollte die Megaherbivorentheorie zutreffen, stellt sich die Frage, wieso sich tropische Regenwälder und boreale Nadelwälder entwickeln konnten.



Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.