Die Messlatte dient in der Geodäsie (Vermessungskunde) zur Markierung des einzumessenden Punktes.
Sie ist meistens 4 m lang (3 bis 5 m) und für den Transport in Meter-Gliedern zusammenlegbar. Ihre cm-Teilung ist abwechselnd rot und schwarz auf weißem Grund - in Form großer 'E' für jeweils 5cm. Die Latte ist durchläufig nach dm beschriftet (28 wäre 2.80 m).
Wichtige Messmethoden:
- Zielung mit Theodolit (lotrechthalten mit Lattenrichter): für Winkel- und Höhenmessung (bei schwierigen Sichtverhältnissen hilft die Länge der Latte)
- Entfernungsmessung mit Theodolit oder (optischem) Tachymeter: Messung eines Lattenabschnitts, der zwischen zwei Linien des Fadenkreuzes liegt. Genauigkeit je nach Entfernung 5-20 cm.
- Zielung mit Nivelliergerät zur Höhenmessung: Genauigkeit bis 0.01mm.
Für hohe Genauigkeitsansprüche ist öfteres Komparieren (Eichen) der Messlatte im Labor notwendig. Beim Nivellement wird sie statt auf den Boden auf einen Metall-Untersatz (Frosch) gestellt.