Michael Moore

Michael Moore (* 23. April 1954 in Flint, Michigan, USA) ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilmer und Autor, der für seinen satirischen, engagierten Stil bekannt ist.

Moore wurde berühmt mit dem Film "Roger & Me" (1989), einer Dokumentation über seine Heimatstadt Flint, in der Nähe von Detroit, wo General Motors seine Fabriken schloss, um in Mexiko mit billigeren Arbeitskräften zu produzieren. Moore gilt als Globalisierungskritiker.

Der Film Bowling For Columbine (2002) nimmt das Massaker an der Columbine Highschool in Littleton zum Anlass, den Gründen dafür nachzugehen, dass in den Vereinigten Staaten so unverhältnismäßig viele Menschen durch Schusswaffen umkommen. Der Film gewann einen Spezialpreis beim Filmfestival in Cannes sowie 2003 einen Oscar als bester Dokumentarfilm. Während der Verleihung dieses Preises fiel Moore dadurch auf, dass er als einziger an diesem Abend seine Zeit während der Dankesrede dafür nutzte, die aktuelle Politik George W. Bushs (die USA befanden sich gerade im Irakkrieg) zu kritisieren. Momentan arbeitet Michael Moore an einem weiteren Film mit dem Arbeitstitel Fahrenheit 9/11 und einer Dokumentation über das Gesundheitssystem unter dem Arbeitstitel Sicko.

Moores erstes, damals wenig bekanntes Buch war Downsize This, erschien 1996 und 1997 als revidierte Auflage in den USA , wurde aber erst 2003 ins Deutsche übersetzt.

Sein erstes populäres Buch Stupid White Men (2002) richtet sich, wiederum in einem dokumentarisch-satirischen Stil gehalten, vornehmlich gegen die politische Elite in den Vereinigten Staaten und die dortige Rassendiskriminierung und soziale Kälte. Er spricht im Zusammenhang der Wahl Bushs zum Präsidenten der USA von "Wahlbetrug". Es führte nach seinem Erscheinen über mehrere Monate die Verkaufsranglisten in den USA an und wurde in Deutschland sogar noch öfter verkauft.

Sein neuestes Buch Dude, Where's my country? (dt. Volle Deckung, Mr. Bush) wurde im Oktober 2003 in den USA und Mitte November 2003 in Deutschland veröffentlicht. Es ist vor allem eine Abrechnung mit dem von George Bush geführten Irakkrieg.

2000 unterstützte Moore den Präsidentschaftskandidaten Ralph Nader der Amerikanischen Grünen Partei im Wahlkampf gegen George W. Bush.

Moore ist verheiratet mit Kathleen Glynn.

Table of contents
1 Film & Fernsehen
2 Literatur
3 Weblinks

Film & Fernsehen

Literatur

Weblinks