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Michail Aleksandrowitsch Bakunin (* 30. Mai 1814 in Prjamuchino; † 1. Juli 1876 in Bern) war russischer Revolutionär und Anarchist.
Michail Bakunin schlug als erstes eine, damals für Aristokraten übliche, Offizierslaufbahn ein, beendete diese jedoch bald. Schon in St. Petersburg zeigte sich seine Vorliebe für Geheimorganisationen. Später verspürte er den Drang nach Berlin zu gehen, was ihm auch gelang, wenn auch nur mit Unterstützung seines Vaters. In Paris traf er Karl Marx, Jean-Marie Proudhon (der Begründer des Syndikalismus und Georg W. F. Hegel. Im Mai 1849 beteiligte er sich gemeinsam mit Richard Wagner am Aufstand in Dresden, wurde 1851 nach Russland ausgeliefert und 1857 nach Sibirien deportiert, wo er seine Frau Antonia traf und wo er fast alle Zähne verlor. Nach seiner Flucht über den Amur (Er schrieb an seine Freunde: L'Amour (Amur und Liebe) m'a sauvé)ging er über New York nach London. Bakunin verbrachte den Rest seiner Lebenszeit unruhig, wie er sein ganzes Leben war: Er ging von London nach Italien, als er von der Revolutions-bereitschaft der Italiener hörte, gründete dort seine Internationale Bruderschaft, ging nach Genf wo er die Internationale Arbeiter Allianz gründete, die später der Die Internationale beitrat , Bakunin selbst wurde jedoch 1872 wegen Differenzen mit Marx und wegen seiner anarchistischen Ansichten ausgeschlossen., ging in den Jura um dort die Revolution zu starten und beteiligte sich am Aufstand von Lyon. Er liess sich kurz vor seinem Tod im Tessin nieder, von wo er, sich in einer schweren Krankheit befindend, nach Bern zu seinem Freund und Arzt Karl Vogt ging. Bakunin ist im Berner Bremgartenfriedhof begraben. Auf seinem Grab steht: " Erinnert euch an den, der sein ganzes Leben eures verbessern wollte."
Bakunin trat primär für die Abschaffung der Ehe, des Erbrechts und des Rechts auf Privateigentums und gegen die Religion ein.
Siehe auch: Boris Akunin (Pseudonym B.Akunin)
Werke
Literatur