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Obwohl ein abschließender Beweis bisher fehlt, gilt es als unwahrscheinlich, dass Scholochow tatsächlich der Autor des "Stillen Don" ist. Neben starken weltanschaulichen Differenzen zwischen dem streng linientreuen Kommunisten Scholochow und seinem Text sowie der relativen Belanglosigkeit seiner anderen, stilistisch stark differierenden Werke weisen weitere Indizien darauf hin, dass Scholochow sich den Nobelpreis mit einem Plagiat erwarb. So existiert kein Manuskript des Romans; Scholochow weigerte sich stets Quellen für seine außergewöhnlich präzisen historischen Angaben vorzulegen und nicht zuletzt existiert ein Amateurfilm aus dem Jahr 1975, auf dem festgehalten ist, wie Scholochow, direkt mit den Plagiatsvorwürfen konfrontiert, zusammenbricht und äußert "Sagen Sie bitte Ataman Glaskow, wie sehr ich mich schäme. Ich bitte die Kosaken, mir zu verzeihen." (nach Ota Filip, "Sein Szepter reichte vom Don bis zum East River", Die Weltwoche, November 1986).
Als wahrscheinlicher Autor des "Stillen Don" gilt Fjodor Krjukow. Da dieser als weißgardistischer Offizier politisch "persona non grata" war, gilt es als möglich, dass das Manuskript auf ungeklärten Wegen zum Schriftstellerverband der Sowjetunion gelangte und bis zu einem politisch opportunen Autor durchgereicht wurde, der nurmehr als Strohmann diente, um das außergewöhnliche Werk in der Sowjetunion zugänglich zu machen.