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Die Arten dieser vorzüglich gemäßigte Klimate bewohnenden Gattung sind schwer zu umgrenzen und bilden auch leicht Bastarde, die sich durch Ausläufer vermehren und bisweilen die Stammarten verdrängen.
Als Gewürz relevante Minzarten tragen oft Namen die auf die Geschmacksähnlichkeit mit anderen Pflanzen herrühren:
Die Mentha-Arten, von denen viele bei uns wild vorkommen, zeigen sich in Behaarung, Blattform und Blütenstand, besonders im kultivierten Zustand, höchst veränderlich, und bei einigen werden die Blätter in der Kultur blasig, runzelig, am Rand wellig.
So entsteht die Krauseminze, deren Geschmack minder angenehm, nicht kühlend ist. Die offizinelle Krauseminze ist eine Varietät von M. piperita L., nach andern von M. aquatica L., sie treibt einjährige, krautige Stengel, hat kurzgestielte oder sitzende, rundlich eiförmige, spitze, gesägte Blätter, auf den Blattnerven, am Stengel Gliederhaare und zu endstäudigen Kopsen vereinigte Blütenquirle mit violetten Blüten. Sie wird besonders in der Schweiz, in Norddeutschland und Skandinavien kultiviert, wurde schon im 16. Jahrhundert benutzt, ist aber seit Ende des vorigen Jahrhunderts durch die Pfefferminze stark zurückgedrängt worden. In Süddeutschland findet sich als Krauseminze mehr eine Varietät von M. sylvestris L., in den mittel- und niederrheinischen Ländern, auch in England, eine Varietät von M. viridis L..
Welche Art die Griechen unter Minthe, die Römer unter Menta oder Mentha verstanden, läßt sich nicht ermitteln.