|
|
Mispeln sind sommergrüne Bäume oder Sträucher, die in Europa als Kulturfolger der Römer teilweise heimisch oder eingebürgert sind. Das Wildobst, das die Römer mitbrachten, fand sich anschließend in Klostergärten und verwilderte von dort wieder, vor allem in Mittel- und Süddeutschland. Die Bezeichnung "Germanica" ist also irreführend. Die ursprüngliche Heimat ist Vorderasien, in Nordiran. Es existieren mehrere Arten, wobei in Deutschland eigentlich nur die Echte Mispel bekannt und verbreitet ist.
Die Mispel wird bis etwa 4 m baumartig hoch. Sie hat im Mai/Juni ca. 4 cm grosse, cremeweiße Blüten mit grossem Zierwert. Die Früchte sind zuerst grünlich gelb, später goldig bräünlich, schliesslich ab Oktober reifend braun und geniessbar wie Stroh. Dann werden sie weich und obstartig, geniessbar, süßsäuerlich und gerbsäurehaltig. Evtl. ist sie dann harntreibend, darmanregend, entzündungsabbauend und verkalkungshemmend. Früher war die Mispel wohl auch Wein (und Saft-?) zusatz.
einige Arten
weiterführende Links:
PflanzenDB Echte Mispel