Moabit

Moabit ist ein Stadtteil im Zentrum von Berlin; er gehört seit Anfang 2001 zum neuen Verwaltungsbezirk Berlin-Mitte, davor war Moabit von 1920 bis 2001 Teil des alten Bezirks Tiergarten. Der Stadtteil wird von Spree, Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal umschlossen.

Table of contents
1 Name
2 Bevölkerungsentwicklung
3 Historische Anmerkungen
4 Weblinks
5 Literatur

Name

Die Herkunft des Namens Moabit ist umstritten. Vermutlich lässt sich die Bezeichnung auf die ersten Bewohner dieses Gebietes – Hugenotten – zurückführen; diese französischen Glaubensflüchtlinge benannten ihren neuen Wohnsitz möglicherweise analog zur biblischen Darstellung der Israeliten im Land der Moabiter (terre de moab), bevor ihnen der Einzug ins Land Kanaan gestattet wurde. Möglich ist auch eine Herkunft von "terre maudit" (verfluchtes Land) oder dem slawischen Wort "moch" (Moor) bzw. der verschlampten Aussprache des Wortes "Moorjebiet".

Bevölkerungsentwicklung

Moabit war lange Zeit so gut wie unbewohnt, die Einwohnerzahl wuchs nach der Eingemeindung (1861) jedoch rasch:

Historische Anmerkungen

Große Teile von Moabit sind traditionelle Arbeiterwohnviertel; Teile davon hatten politisch aktive Bewohner, so beispielsweise der "rote Beusselkietz" oder der benachbarte Rostocker Kietz, und galten nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 als kommunistische Widerstandszellen.

Weblinks

Literatur