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Dieser Dichter ist vor allem durch seinen Gedicht- und Balladenzyklus "Der Erwin" bekannt geworden, eine von ihm erfundene Kunstfigur, die sich vor allem durch übersteigerte Hässlichkeit "auszeichnet". Erwin wird von fast jedermann gemieden und dadurch zuweilen in eine fast tragische Rolle gedrängt. Folgendes Gedicht bringt Erwins Problem treffend zum Ausdruck:
Wer noch an die Schönheit glaubt,
Wem kein Anblick je geraubt
Den gesunden Kunstverstand,
Wer kein Monster je gekannt,
Wer die Hässlichkeit verneint,
Alles stets in Butter meint,
Wer statt Schatten sieht nur Licht,
Nein, der kennt den Erwin nicht.
(Moritz von Katzensteyn)
Der Verfasser beschränkt sich hier aber nicht nur auf eigene Machwerke, sondern versucht die Figur des Erwin quasi als literarischen Archetyp hinzustellen und belegt dies mit angeblichen Urschriften bekannter Dichter. So soll Rainer M. Rilke ursprünglich gedichtet haben:
Erwin, 's ist Zeit. Du ruhtest schon sehr lang.
Leg deinen Schatten nun auf die Gesichter,
Und auf den Fluren mach die Menschen bang.
Befiehl den letzten Früchtchen voll zu sein,
Die nüchtern deinen Anblick nicht ertragen,
Dränge sie hin zum Wahnsinn und lass jagen
Den letzten Schrecken schwer durch Mark und Bein.
Wer jetzt kein Bild hat, malt sich keines mehr.
Wer Dich geseh'n, wird nicht zum Pinsel greifen,
Wird zetern, keifen, auf die Schönheit pfeifen
Und wird zur Nacht im Bette hin und her
Unruhig wandern, wenn der Alp tut kneifen.