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Der Morse-Code ist ein Verfahren zur Übermittlung von Buchstaben und Zeichen. Dabei wird ein konstantes Signal ein- oder ausgeschaltet.
Der Code kann als Tonsignal, als Funksignal, als elektrischer Puls über eine Telefonleitung, mechanisch oder optisch (etwa mit blinkendem Licht) übertragen werden.
Er wurde in den 1830ern von Samuel Morse für die Telegraphie entwickelt. Zwei Arten von Morse-Code mit jeweils unterschiedlicher Darstellung wurden für die in der englischen Schrift verwendeten Zeichen verwendet. Amerikanischer Morse-Code wurde zuerst in einem drahtgestützten Telegraphensystem verwendet, welches als erstes Fernleitungskommunikation ermöglichte. Der "Internationale Morse-Code" ist der heute gebräuchliche Code.
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2 . 3 Standard-Codetabelle 4 Weblinks |
Internationaler Morse-Code wird heute nur noch selten kommerziell verwendet.
Da er nur ein einfaches stetiges (unmoduliertes) Signal als Basis verwendet, benötigt er weniger Hardware zum Senden und/oder Empfangen als andere Formen der Funkkommunikation, kann auch bei einem sehr ungünstigen Signal/Rauschabstand noch arbeiten und benötigt nur geringe Bandbreite und Sendeleistung.
Jeder Funkamateur in Deutschland, der auf Kurzwelle tätig sein will, muss für die Amateurfunkprüfung Morsezeichen mit einer Geschwindigkeit von 25 Buchstaben pro Minute (BpM) geben und hören können. Morsetelegrafie ist auf jeder Amateurfunkfrequenz gestattet, in der Regel werden die Anfänge der Amateurfunkbänder dafür verwendet.
Amateur- und Militärfunker, die im Morsen geübt sind, können oft Geschwindigkeiten von 300 Buchstaben pro Minute ohne Niederschrift direkt verstehen und auch geben.
Zeitschema und Darstellung:
Der Code verwendet zwei Symbole, die Punkt und Strich genannt werden, oder in Lautform: dit und dah.
Die Länge eines dit bestimmt die Geschwindigkeit, mit der gesendet werden kann und ist die grundlegende Zeiteinheit.
Dazu ein Beispiel:
Aus -- --- *-* *** * / -*-* --- -** * wird dann DahDah DahDahDah DiDahDit DiDiDit Dit, DahDiDahDit DahDahDah DahDiDit Dit.
Hier ist eine Tabelle mit dem vollständigen Alphabet und anderen gebräuchlichen Zeichen:
Internationaler Morse-Code
-- --- *-* *** * / -*-* --- -** *
M O R S E (space) C O D E
Hier stellt ein '-' ein dah dar und '*' repräsentiert ein dit.
Dies ist eine schematische Darstellung.
Will man die zeitliche Einteilung genauer angeben, so muss man wissen, dass folgendes gilt:
Daraus ergibt sich dann dieses Zeitschema:
(ein = bedeutet Signal an, . bedeutet Signal aus)
Wenn man Morse-Code "sprechen" will, verwendet man im allgemeinen auch hier die dahdidahdit-Sprechweise: .
....
....=.
.=...=.=.=...=........=.
.=....
....
.=.=...=
^ ^ ^ ^ ^
| dah dit | Wortabstand
Symbolabstand BuchstabenabstandStandard-Codetabelle
siehe auch Morseschrift
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Für das Morsealphabet gibt es auch eine Merkregel
SOS
Das bekannte Signal 'SOS' wurde am 3. Oktober 1909 auf der ersten internationalen Konferenz für drahtlose Telegrafie in Berlin als Notrufzeichen vereinbart und wurde zum ersten Mal 1912 von der Titanic verwendet.
Der SOS Ruf besteht nicht aus drei Einzelbuchstaben, wie meist angenommen wird. (S.O.S. - manchmal ausgelegt als Save Our Souls oder Save Our Ship: "Rettet unsere Seelen"/"Rettet unser Schiff")
Der SOS-Code wird in einem gesendet und ist ein einziges festgelegtes Morsezeichen. (d.h. Es werden keine Pausen zwischen den Buchstaben gemacht: ***---*** und nicht *** --- ***)
Klammeraffe
Der Klammeraffe ("@") wurde dem internationalen Morsealphabet erst Anfang 2004 von der International Telecommunications Union (ITU) hinzugefügt, damit kann man nun auch ohne inoffzielle Umwege E-Mail-Adressen morsen. (Englischsprachige Quellen: http://www.cjonline.com/stories/021704/pag_morsecode.shtml und http://slashdot.org/article.pl?sid=04/02/18/2350207)
Weblinks