Nasobem

Das Nasobēm, ein Tier, das auf seinen Nasen einherschreitet, ist der Titelheld eines Gedichtes von Christian Morgenstern.

Das Nasobēm

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobēm,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm,

es steht noch nicht im Meyer
und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobēm.

Das Gedicht inspirierte einen namhaften deutschen Zoologen Gerolf Steiner zum Buch Bau und Leben der Rhinogradentia von Prof. Dr. Harald Stümpke, das 1981 im Gustav-Fischer-Verlag erschien. Die Nasobeme oder Nasenschreitlinge werden in Anatomie, Physiologie, Ethologie, Ökologie und Systematik ausführlich dargestellt. Leider sind sie durch einen Vulkanausbruch ausgestorben. Dieses Buch zählt inzwischen zur Pflichtlektüre für jeden Zoologiestudenten. Die Rhinogradentia nehmen seit Erscheinen des Buches in der Zoologie etwa die Funktion ein, die Friedrich Gottlob Nagelmann für die Juristen innehat.

Inzwischen steht das N. auch mit einem eigenen Artikel im Brockhaus.

Weblinks

Literatur