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| Table of contents |
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2 Hauptmerkmale 3 Zitat 4 Literatur 5 Weblinks |
Ideologie
Im Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie steht der Antisemitismus. Die Juden wurden für die vorgefundenen Mißstände verantwortlich gemacht. Sie wurden auch als die Hintermänner von Marxismus und Kapitalismus dargestellt und als "zersetzend" gebrandmarkt. Ein zentraler Begriff der nationalsozialistischen Ideologie war die Rasse. Der Nationalsozialismus postulierte die Überlegenheit einer arischen Rasse über andere Rassen. "Arier" ist dabei ein anderes Wort für Indogermanen. Die arische Rasse sollte vor dem schädlichen Einfluss (den die Nationalsozialisten in der Vermischung mit anderen Rassen sahen) bewahrt werden. Das eigentliche wichtige für die Nationalsozialisten war die "Reinheit des Blutes". Mit dieser Ideologie rechtfertigten die Nationalsozialisten die "Arisierung" des Dritten Reiches, z.B. die in den Nürnberger Gesetzen erlassenen Heiratsverbote von Deutschen mit "überwiegenden anderer Rasse zugehörigen" Partnern. Die Sterilisierung von geistig Behinderten und von Schwerverbrechern sollte verhindern, daß sich "krankes" Erbgut weitervererben konnte.
Die wesentliche Elemente der NS-Ideologie wurden von Adolf Hitler in seinem Buch "Mein Kampf" niedergeschrieben. Das Buch galt als Grundlage aller anderen Schriften des Nationalsozialismus. Als bedeutender Ideologie wird daneben Alfred Rosenberg angesehen, der mit seinem Buch "Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts" eine sehr weite Verbreitung seiner Gedanken erreichen konnte. Der "Mythus" Rosenbergs wurde zusammen mit Hitlers "Mein Kampf" in den Grundstein der riesigen Kongreßhalle in Nürnberg eingemauert, um die Grundlagen des Nationalsozialismus für die Zukunft zu bewahren. Gleichwohl wurde Rosenbergs Buch sogar von führenden NS-Politikern nicht sehr ernst genommen. Besonders Goebbels soll über Rosenberg immer wieder gespottet haben.
Eine eigene Weiterentwicklung der nationalsozialistischen Ideologie nahm Heinrich Himmler vor. Die bereits bei Rosenberg vorhandenen Bezugspunkte zu Indien wurden in den SS-Einrichtungen wie den "Ordensburgen" (die Himmler als Elite des Systems verstand) ausgebaut. Esoterische Lehren mit deutlichen östlichen Einflüssen, die sich in der SS entwickelten, haben das Kriegsende überdauert und leben - meist als unpolitische religionsähnliche Lehren - bis heute fort. Himmler nahm auch eine Europäisierung vor. Bekannt sind vor allem die Freiwilligen-Einheiten der "Europäischen SS" aus vielen Ländern, jedoch gab es auch Konzepte für einen europäischen Wirtschaftsraum. Einige ehemalige Waffen-SS-Offiziere setzten sich auch nach dem Krieg für eine Europäisierung ein, so der später ermordete Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer.
Häufig nahm der Nationalsozialismus religiöse Züge an. Auf den Reichsparteitagen wurde der Nationalsozialismus geradezu zelebriert, was durch den Film "Triumph des Willens" der Regisseurin Leni Riefenstahl besonders herausgearbeitet und verstärkt wurde. Das Verhältnis des Nationalsozialismus zur christlichen Religion war daher auch zwiespältig. Einerseits gab es den Versuch, mit einem "Deutschen Christentum" die Religion für den Nationalsozialismus einzuspannen. Andererseits aber gab es antichristliche Elemente bei Rosenberg und eine völlige Abwendung vom Christentum durch die Himmlersche Bezugnahme auf Buddha und vorbuddhistische indische Schriften.
Es ist strittig, inwieweit es überhaupt eine geschlossene nationalsozialistische Ideologie gab. Überliefert ist die Aussage Hans Franks aus den Nürnberger Prozessen, daß es "soviele Nationalsozialismen wie Nationalsozialisten" gegeben habe. Die Frage muß aber offen bleiben, weil man nicht sagen kann, inwieweit der Nationalsozialismus als Ideologie seinen "Führer" überdauert hätte. Die Spannweite der verbreiteten Lehren ist jedenfalls sehr breit.
Hauptmerkmale
Zitat
Siehe auch: Machtergreifung der Nazis 1933, NS-Regime, NSDAP, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, s. a. engl. Nazi Germany
Literatur
Weblinks