Natriumsulfat

Natriumsulfat (Na2SO4) ist ein Salz, welches sich bei der vollständigen Neutralisation von Natronlauge mit Schwefelsäure bildet. Das Dekahydrat ist auch als Glaubersalz (ein Abführmittel) bekannt. Das Karlsbader Salz (gewonnen durch Eindampfen von Karlsbader Mineralwasser) besteht hauptsächlich aus Glaubersalz und ist daher auch ein Abführmittel.

Table of contents
1 Eigenschaften
2 Herstellung
3 Verwendung
4 Historisches

Eigenschaften

Das wasserfreie Natriumsulfat schmilzt bei 884 °C, ist gut in Wasser unter Erwärmung (Hydratationswärme) löslich, während sich das Dekahydrat (Glaubersalz) Na2SO4 . 10 H2O unter starker Abkühlung (Entropie-Effekt) löst. Es ist Bestandteil vieler Mineralwässer und hat einen Schmelzpunkt von 32 °C.

Herstellung

Natriumsulfat wird nur selten aus natürlichen Mineralien abgebaut, da es häufig als Nebenprodukt in der chemischen Industrie, bei Reaktion die mit Schwefelsäure durchgeführt werden, anfällt.

Verwendung

Natriumsulfat wird in Waschmitteln, als Abführmittel, bei der Zellstoffgewinnung (Sulfatverfahren) sowie in der Glas-, Textil- und Farbindustrie eingesetzt. Geglühtes, kristallwasserfreies, Natriumsulfat wird im Labor zur Trocknung von organischen Lösungsmitteln verwendet.

Historisches

Natriumsulfat wurde im Zeitraum von circa 1650 und 1660 von Johann Rudolph Glauber hergestellt und beschrieben.



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