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2 Ein Modell der natürlichen Zahlen 3 Verwandte Themen 4 siehe auch |
Es folgt eine Definition der Axiome der natürlichen Zahlen, die erstmals 1889 von Giuseppe Peano angegeben wurde. Diese Axiome werden Peano-Axiome genannt.
Peano-Axiome
Die ersten beiden Axiome zeigen den induktiven Aufbau der natürlichen Zahlen. Das letzte Axiom nennt man auch das Induktions-Axiom, es bildet die Grundlage für die Beweismethode der vollständigen Induktion. Peano selbst begann die natürlichen Zahlen in seinen Axiomen mit der 1 statt mit der 0 (laut dem Artikel auf [1]).
Die Peano-Axiome bilden ein Axiomensystem der Prädikatenlogik zweiter Stufe, da neben Variablen für Zahlen im Induktionsaxiom auch die Mengenvariable X vorkommt. Ersetzt man dieses Axiom durch die entsprechenden unendlich vielen Axiome erster Stufe, so gelangt man zur Peano-Arithmetik.
Peano beschrieb mit seinem Axiom-System zwar die Eigenschaften von natürlichen Zahlen, er bewies aber nicht deren Existenz. Erst John von Neumann lieferte ein Beispiel für ein Modell der natürlichen Zahlen, indem er sie aus der leeren Menge her aufbaute:
Zur Erklärung: Eins ist die Menge, die nur die leere Menge (=) als Element enthält; das ist nicht die leere Menge selbst!
Für die Menge der natürlichen Zahlen wird das Symbol N (stark betont dargestellt) verwendet. Weil dies handschriftlich nicht darstellbar ist, hat sich das Symbol eingebürgert.
Die Primzahlen stellen die multiplikativen Grundbausteine der natürlichen Zahlen dar: Jede natürliche Zahl lässt sich auf genau eine Art als Multiplikation von Primzahlen zusammensetzen.
Anmerkung: Nicht überall wird 0 als ein Element der natürlichen Zahlen angesehen. Es ist daher sinnvoll, von positiven (1, 2, 3, ...) und nicht-negativen (0, 1, 2, ...) ganzen Zahlen zu sprechen.Ein Modell der natürlichen Zahlen
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