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| Table of contents |
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2 Zusammenbruch des Ceauşescu-Regimes 3 Literaturhinweis |
Leben und Amtszeit als Präsident
Nicolae Ceauşescu wurde 1918 in Scorniceşti als Sohn eines Bauern geboren. Bereits in seiner Jugend begeisterte er sich für das kommunistische Gedankengut. Unter der Antonescu-Diktatur wurde er zwei mal verhaftet, und erst 1944 beim Einmarsch der Roten Armee freigelassen.
Nachdem die kommunistische Staatsregierung eingesetzt wurde, bekam er 1950 für 4 Jahre den Posten des stellvertretenden Verteidigungsministers. 1952 wurde er Mitglied des Zentralkomitees und 1955 Mitglied des Politbüros. 10 Jahre später wählte man ihn zum Führer der kommunistischen Partei. Am 28. März 1974 nahm er das Amt des rumänischen Präsidenten an sich.
In seiner Amtszeit als Regierungschef baute Ceauşescu eine stalinistische Diktatur mit einem umfassenden Personenkult auf. Mit einer alles überwachenden Geheimpolizei schaltete er seine Gegner und die politische Opposition aus. Um keine möglichen Gegner oder Kritiker im näheren Umfeld zu haben, ließ er wichtige Ämter mit Familienmitgliedern besetzen. Besonders seine Frau Elena erlangte dadurch erheblichen Einfluss in der Politik.
Außenpolitisch distanzierte er sich vom Kurs der UdSSR und näherte sich sogar dem sowjetfeindlichen China an. Ebenfalls war er nicht bereit rumänische Truppen gegen die Aufständischen des Prager Frühlings einzusetzen.
Als 1985 Michael Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde und umfangreiche Reformen einleitete, reagierte Ceauşescu mit Ablehnung.
Die rigorose Industrialisierung führte zum Niedergang der Wirtschaft und vor allem der Landwirtschaft: Die Arbeiter erhielten keine Löhne mehr, elektrischer Strom musste rationiert werden und selbst die Lebensmittelversorgung brach zusammen. Statt sich der Probleme anzunehmen, setzte Ceauşescu wahnwitzige Bauvorhaben in Gang.
Zusammenbruch des Ceauşescu-Regimes
1989 waren viele rumänische Unternehmen bankrott. In der verarmten Bevölkerung machte sich zunehmnd Unmut bemerkbar. Selbst die Staatspolizei und hohe Mitglieder der KP kritisierten zunehmend die Führung Ceauşescus.
Am 16. Dezember kam es zu einem größeren Aufstand in Temesvar, nachdem ein regimekritischer Priester verschleppt werden sollte. Mehrere Demonstranten wurden dabei getötet. Die Geheimpolizei Securitate begann daraufhin mit einem regelrechten Terror gegen die Aufständischen und diejenigen Mitglieder der Armee, welche die Fronten gewechselt hatten.
Am 21. Dezember hielt Ceauşescu eine Rede, bei der ihn die Bevölkerung mit Buhrufen empfing. Ein Tag später versuchte er ein zweites Mal die Massen zu beruhigen. Diese waren aber so aufgebracht, dass sie begannen, das Parteigebäude zu stürmen. Ceauşescu und seine Frau versuchten über die Grenze zu fliehen, wobei sie von regimefeindlichen Soldaten festgenommen wurden. Am 25. Dezember wurde er mit seiner Frau verurteilt und noch am selben Tag erschossen.
Literaturhinweis
Kunze, Thomas: Nicolae Ceauşescu - Eine Biographie, Ch. Links, Berlin 2000