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Die Niederländische Sprache (Niederländisch, oft fälschlich Holländisch genannt) gehört zum germanischen Zweig der indogermanischen (indoeuropäischen) Sprachen. Sie ist nordwestlich der Benrather Linie zusammen mit dem Englischen (Angelsächsischen) und dem Friesischen entstanden und der westliche von zwei Abzweigen des Altniederdeutschen und daher mit dem sogen. Plattdeutschen (Niederdeutschen) eng verwandt. Die Niederländische Sprache hat sich ursprünglich aus dem niederfränkischen Anteil des Niederdeutschen zur Hochsprache (Niederdeutsche bzw. Niederländische Hochsprache) weiterentwickelt.
Es ist heute Muttersprache von ca. 25 Millionen Menschen. Amtssprache ist es in folgenden Staaten (die Zahl gibt die ungefähre Zahl der Muttersprachler an):
nl bzw. dut oder
nla (nach ISO 639); dum ist der Code
für Mittelniederländisch (ca. 1050-1350).Auch Niederländer nennen die niederländische Sprache oft Holländisch; dies hat politische Gründe. Das moderne Niederländisch ist nämlich stark vom Dialekt des früheren mächtigsten Bundesstaates Holland (heute die Provinzen Nord- und Süd-Holland) geprägt. Von den Dialekten der anderen früheren Bundesstaaten findet man im modernen Niederländisch weniger wieder. Es gibt viele Niederländer, die als Muttersprache einen Dialekt sprechen, der mehr dem Plattdeutschen oder dem Altenglischen ähnelt. Sie lernen Niederländisch als Zweitsprache in der Schule und nennen es Holländisch, die Sprache der nicht-eigenen Provinz.
In Belgien sprechen die Flamen, also die Bewohner des im nordwestlichen Teil Belgiens gelegenen Landesteils Flandern, Niederländisch. Diese Eigenart des Niederländischen, inoffiziell auch Flämisch genannt, entspricht weitestgehend der in den Niederlanden gesprochenen Sprache. Hierzu haben beide Länder am 9. September 1980 die so genannte "Sprachunion" (Nederlandse Taalunie) geschaffen. Diese soll gewährleisten, dass eine gemeinsame Rechtschreibung und Grammatik fortbesteht und die Sprache gepflegt wird. Selbstverständlich gibt es regionale Eigenarten zwischen der niederländischen und belgischen Variante. Flämisch selbt wird untergliedert in Westflämisch, Ostflämisch und Seeländisch (Zeeuws). Im äußersten Nordostzipfel von Frankreich, im Grenzgebiet zu Belgien, leben noch einige zehntausend Menschen, die mit der westflämischen Variante des Niederländischen aufwachsen.
Ein Großteil der weißen Bevölkerung Südafrikas, Buren genannt, spricht mit Afrikaans eine Sprache, die auf niederländischen Dialekten aus dem 16. Jahrhundert basiert.
Darüber hinaus ist Niederländisch in Indonesien und Neuguinea eine verbreitete Zweitsprache (in der älteren Generation vor Englisch) und neben Englisch und Arabisch Schulpflichtsprache. Die Niederlande waren dort zwischen 1602 und 1945 Kolonialmacht.
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