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Der Begriff Nihilismus (lat.: nihil: "nichts") beschreibt eine Welthaltung, die die Existenz von allgemein akzeptierten, tradierten Werten und vom Wesen der Dinge negiert. Der Begriff wurde insbesondere durch das Werk des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche geprägt. Nietzsche formuliert den Nihilismus insbesondere auf diese Arten:
Nietzsches Gedankenwelt basiert auf den Ideen Georg Wilhelm Friedrich Hegels und Karl Marx' gleichermaßen, geht aber über die Hegelsche Dialektik hinaus, indem Nietzsche keine Intelligenz außer der menschlichen akzeptiert, und geht über die Marxschen Ideen des historischen Materialismus hinaus, indem Nietzsche auch für besitzende "Klassen" keinen Lebenssinn im Besitz (mehr) erkennen kann.
Nietzsche war somit theoretischer Gegenspieler von Arthur Schopenhauer und der erste Philosoph der industriellen Moderne oder gar Post-Moderne. Seine Verwendung des Nihilismus-Begriffs wird allerdings oft zu Unrecht in Anspruch genommen. Gerade der heutige Hedonismus der modernen Konsumgesellschaft wird oft damit gleichgesetzt, ist aber etwas wesentlich anderes.