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Die Höhenmessung erfolgt durch Vor- und Rückblick auf ein oder zwei Messlatten, woraus sich Höhenunterschiede berechnen lassen. Sie werden entlang der Nivellierstrecke addiert, was die Höhe über dem Ausgangsbolzen oder Festpunkt ergibt. Das Endresultat sind Höhen über dem Meeresspiegel oder einer ähnlich definierten Referenzfläche (Geoid, Normalnull, Referenzellipsoid).
| Table of contents |
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2 Süddeutsches Nivellier 3 Selbsthorizonierendes Nivellier 4 Digitales Nivellier |
Norddeutsches Nivellier
Beim norddeutschen Nivellier ist der Fernrohrträger und das Fernrohr starr miteinander verbunden. Zum Einspielen der am Fernrohr befestigten Röhrenlibelle (= Horizontieren des Instrumentes) benutzt man die drei Fußschrauben. Ist das fehlerfreie Instrument richtig aufgestellt, so beschreibt die Zielachse des Fernrohrs bei der Drehung eine waagerechte Ebene. Dieses Gerät eignet sich daher besonders gut für Flächennivellements in flachem Gelände (-> norddeutsches Nivellier). Hier können viele Geländepunkte von einem Instrumentenstandpunkt aus - ohne Nachstellen der Libelle - abgelesen werden. Geringfügige Abweichungen der Zielachse aus der Waagerechten infolge des Wärmeeinflusses und der Erschütterungen sind hier praktisch ohne Bedeutung.Süddeutsches Nivellier
Beim süddeutschen Nivellier sind Fernrohrträger und Fernrohr nicht starr miteinander verbunden. Das Fernrohr lässt sich vielmehr durch eine vertikal wirkende Feinbewegungsschraube, die sog. Kippschraube, geringfügig in der Längsrichtung kippen. Man lässt zunächst mit den Fußschrauben die am Fernrohrträger angebrachte Dosenlibelle einspielen. Damit steht die vertikale Umdrehungsachse annähernd lotrecht. Vor jeder Ablesung an der Nivellierlatte lässt man die am Fernrohr befestigte Röhrenlibelle mit Hilfe der Kippschraube scharf einspielen. Dieses von Sickler entwickelte Instrument eignet sich besonders für die genaue Aufnahme einzelner Punkte, wie z.B. für das Festpunktnivellement.