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Normannen sind im heutigen französischen Sprachgebrauch (normands) die Bewohner der Normandie. Tatsächlich ist die Normandie nach den "Nordmännern" benannt, einer Gruppe von Wikingern, die, aus Skandinavien kommend, in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts kriegerisch in Nordfrankreich eindrangen und im Jahr 911 das untere Seine-Becken vom fränkischen König zu Lehen nahmen.
Die Normannen nahmen die französische Sprache an und entwickelten eine eigenständige kulturelle Identität, die sie sowohl von ihren skandinavischen Vorfahren wie auch von ihren frankogallischenen Nachbarn unterschied.
Im Jahr 1066 eroberte der normannische Herzog Wilhelm der Eroberer England. Das Nebeneinander von normannischem, französischsprachigem Adel und einheimischer, altenglischsprachiger Bevölkerung hat die englische Sprache bis auf den heutigen Tag entscheidend geprägt.
Einzelne Normannengruppen dehnten ihre Streifzüge bis ins Mittelmeer aus, setzten sich in Aversa und Capua fest und übernahmen schließlich die Herrschaft in Sizilien, das sie von den Sarazenen eroberten.
Hinweis: In mittelalterlichen Chroniken wird die Bezeichnung "Normanne, Nordmanni" oft als Synonym für Wikinger oder Skandinavier verwendet.