|
|
Nach dem Ende des Hunnenreiches gehörten die Oghus-Stämme zum Reich der Rouran und begründeten schließlich (552) mit Bumyn Khagan und dessen Oguren das erste Göktürken-Reich. In diesem Reich hatten die Oghusen die Macht. Doch bereits 553 rebellierten die Oguren und das Reich wurde geteilt: Im östlichen Teil lebten nun die Oguren unter Yltemisch Khagan und im westlichen Teil die Oghusen.
745 würden beide Reichsteile unter der Führung der uigurischen Ilig-Khane zum zweiten Kök-Türkischen Reich wieder vereinigt und es entstand die Dynastie der Karluken. Dieses Reich blieb bis 747 aber eine Stammesförderation. Mitte des 8. Jhd.s wurde das Reich erneut zweigeteilt: Im Östlichen Reich der Kök-Türken kamen bereits 766 die Uyghuren an die Macht und vertrieben die Oghusen mit den Karluken weiter nach Westen. Dieses osttürkische Reich sollte 840 durch die Kirgisen vernichtet werden!, während das Westliche Reich der Kök-Türken 766 endgültig unabhängig wurde und nun den engen Schulterschluß mit den Reichen der Kyptschak-Türken (Kimeken, Chasaren, Kumanen, Peteschenegen) und deren Verbündete (Seldschuken) suchte.
Dieses oghusische Westreich bestand formal bis 1219/20 und bestand zuletzt aus verschiedenen Khaganaten, und zwar aus den Teilreichen der Türgüsch, Karachaniden, Kimeken und Torken.
Die Oghusen sind die unmittelbaren Vorfahren der Turkmenen, Türken und Aserbaidschaner.