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Der Komponist und Organist Olivier Eugène Prosper Charles Messiaen wurde am 10. Dezember 1908 als Sohn des Englischlehrers und Shakespeare-Übersetzers Pierre Messiaen und der angesehenen Dichterin Cécile Sauvage in Avignon geboren. 1919 ließ sich die Familie in Paris nieder. Am Conservatoire studierte Messiaen 1919–30 Klavier und Schlagzeug, griechische Metrik bei Maurice Emmanuel, Orgel und Improvisation bei Marcel Dupré sowie Komposition und Instrumentation bei Paul Dukas. 1931 übernahm er die Organistenstelle an der Pariser Kirche Sta. Trinité, die er 55 Jahre lang innehatte. 1932 heiratete er die Geigerin und Komponistin Claire Delbos, die nur wenige Jahre nach der Geburt des Sohnes Pascal (geb. 1937) von einem Nervenleiden befallen wurde und 1959 starb. 1944 legte er in dem Lehrbuch "Technique de mon langage musical" seine wichtigsten harmonischen und rhythmischen Neuerungen dar. Er war der Lehrer u.a. von Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis.
Der französische Komponist, der viele Jahre am Pariser Ceonservatoire lehrte, schöpfte für seine Musik Anregungen aus dem Studium der Zahlenmystik, indischer Rhythmen, der Gregorianik, des Vogelgesangs, der Klangwelt javanischer Gamelan-Orchester oder der Musik Claude Debussys und Igor Strawinskys. In seinen Kompositionen verwendet er oft ungewöhnlich Instrumente wie das Ondes Martenot.
Mit seinem Klavierstück "Mode de valeurs et d'intensités" initiierte er 1950 die serielle Technik. Messiaen starb am 27. April 1992 in Paris, leider kurz vor der ersten szenischen Aufführung seiner einzigen Oper "Saint Francois d'Assise" bei den Salzburger Festspielen 1992 (Regie: Peter Sellars, Musikalische Leitung: Esa-Pekka Salonen).
"Angesichts so vieler entgegengesetzter Schulen, überlebter Stile und sich widersprechender Schreibweisen gibt es keine humane Musik, die dem Verzweifelten Vertrauen einflössen könnte. Da greifen die Stimmen der unendlichen Natur ein."
wichtige Werke
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